Nun hat auch Deutschland die erste Testflotte an Robotaxis, die im L4-Betrieb im Projekt KIRA eingesetzt werden. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn (DB) in Zusammenarbeit mit HEAG mobilo, der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach, sowie den Technologiepartner Mobileye, ioki und Bosch nehmen mit einer Handvoll an Fahrzeugen den Testbetrieb auf.
In der ersten Phase sind die Elektrofahrzeuge vom Typ NIO ETS 8 mit der Selbstfahrtechnologie von Mobileye noch mit Sicherheitsfahrer und ohne Passagiere im Einsatz, doch das soll sich in der nächsten Phase ändern. Dann sollen auch eine limitierte Gruppe an Testpassagiere und deren Feedback mit aufgenommen werden . In den noch nicht genauer beschriebenen nachfolgenden Phasen werden die Shuttles dann auch ohne Sicherheitsfahrer unterwegs sein.
Die Fahrzeuge werden dabei in Teilen der Stadt Darmstadt und im westlichen Gebiet des Kreises Offenbach fahren. Der Betriebsbereich wurde dabei laut Projekt-Website mit folgenden Gedanken ausgewählt:
Um herauszufinden, wie autonome On-Demand-Fahrzeuge langfristig in bestehende ÖPNV-Angebote integriert werden können, ist es wichtig, Erfahrungen sowohl im ländlichen als auch städtischen Verkehrsumfeld zu sammeln.
Das Betriebsgebiet soll schrittweise erweitert werden. Die Fahrzeuge werden dabei auch in die App des Verkehrsverbundes integriert werden, sodass Passagiere die Fahrzeuge einfach bestellen können.
Die Elektrofahrzeuge des chinesischen Herstellers NIO werden dabei mit 4 Kurzstrecken- und 2 Mittelstreckenradars, 13 Kameras, sowie 6 Kurzstrecken- und 3 Mittelstreckenlidars ausgestattet sein.

Damit handelt es sich um die erste Versuchsflotte in Deutschland, die auf SAE Level 4 getestet wird und die eine Zulassung nach dem Gesetz zum autonomen Fahren in Deutschland erhalten hat.
Einziger Wermutstropfen: es handelt sich weder bei der Fahrzeugplattform (NIO) noch bei der Selbstfahrtechnologie (Mobileye) um deutsche Technologien.
Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.
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