Waymos Europa-Fahrplan: Partner mit €100 Millionen und dauerhaftem Einsatzvorhaben

Europäische Besucher bei Waymo in Mountain View haben immer eine Frage auf den Lippen: „Wie und wann kommt Waymo mit seinem Robotaxidienst nach Europa?“ Die Antwort darauf hat Waymo bislang immer ausweichend beantwortet, doch nun hat sich das geändert.

Diese Woche ist eine belgische Gruppe von Transportoffiziellen und Industrieexperten aus der Automobilindustrie in der San Francisco Bay Area und auf diese Frage kam zum ersten Mal eine konkrete Antwort, wie einer der Teilnehmer, Tim De Ceunynck, berichtet. Cedric Dupont, Programmmanagementdirektor bei Waymo, gab ganz klare Vorgaben. Waymo braucht neben einem stabilen rechtlichen Rahmen einen lokalen Partner, der bereit ist ein Budget von €100 Millionen bereitzustellen und einen dauerhaften Einsatz der Robotaxiflotte zu planen. Pilotprojekte sind nicht mehr gewünscht.

Der Umschwung scheint mit der fortschreitenden Erweiterung des Robotaxidienstes von Waymo, den ersten Tests mit dem neuen Fahrzeug von Zeekr, und der Ankündigung der 6. Generation des Waymo Drivers einherzugehen. Waymo scheint nun genug Vertrauen gewonnen zu haben, dass die Technologie in weitere Städte und Regionen, wie auch in andere Länder gebracht werden kann.

Damit geht der Aufruf an alle Interessierten, sich mit diesen konkreten Anforderungen von Waymo auseinanderzusetzen, das Budget aufzustellen und den rechtlichen Rahmen vorzubereiten, um die ersten fahrerlosen Robotaxiflotten nach Europa zu bringen.

Hier ist der gesamte Text den Tim De Ceunynck in einem LinkedIn-Post berichtet:

„Was wäre nötig, um Waymo nach Europa zu bringen?“, fragten wir Cedric Dupont, Director Product Management bei Waymo, heute kühn. Überraschenderweise war die Antwort ebenso kühn und sehr direkt. „Ein stabiler rechtlicher Rahmen und ein lokaler Partner, der bereit ist, in einen dauerhaften Einsatz zu investieren, nicht in ein Pilotprojekt. Dafür bräuchten wir ein Budget von rund 100 Millionen Euro.“. Was meinen Sie dazu? Können wir dies in den nächsten Jahren in Europa verwirklichen (und wenn ja, sollten wir…)?

Wir haben auch das Hauptdepot von Waymo besucht. Es war wirklich beeindruckend, die ganze Logistik zu sehen, die mit dem Betrieb dieses Dienstes einhergeht!

Wir bekamen auch einen kleinen Einblick in das Waymo-Fahrzeug der nächsten Generation (zur Verfügung gestellt von Zeekr). Bemerkenswert: Die Sensorik ist so optimiert, dass sie WENIGER Sensoren enthält als die der aktuellen Fahrzeuggeneration (z.B. „nur“ 13 Kameras statt 29 wie bei den heutigen Fahrzeugen). Laut Cedric weiß Waymo jetzt genau, was es braucht, um unter allen Umständen vollständig autonom zu fahren (mit ausreichender Redundanz für die Sicherheit). Die wichtigsten technologischen Herausforderungen liegen nun hinter ihnen, und jetzt konzentrieren sie sich auf die weitere Kommerzialisierung zu einem profitablen Dienst (was zwangsläufig auch bedeutet, dass sie die Kosten kritisch betrachten).

KREATIVE INTELLIGENZ

Über ChatGPT hat man viel gelesen in der letzten Zeit: die künstliche Intelligenz, die ganze Bücher schreiben kann und der bereits jetzt unterstellt wird, Legionen von Autoren, Textern und Übersetzern arbeitslos zu machen. Und ChatGPT ist nicht allein, die KI-Familie wächst beständig. So malt DALL-E Bilder, Face Generator simuliert Gesichter und MusicLM komponiert Musik. Was erleben wir da? Das Ende der Zivilisation oder den Beginn von etwas völlig Neuem? Zukunftsforscher Dr. Mario Herger ordnet die neuesten Entwicklungen aus dem Silicon Valley ein und zeigt auf, welche teils bahnbrechenden Veränderungen unmittelbar vor der Tür stehen.

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Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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