Ein Video von einem Passagier in einem Waymo, das auf einem Parkplatz in Los Angeles acht Mal im Kreis fuhr, ging in den letzten Tagen viral. Vor allem, weil es den Eindruck vermittelt, das der Passagier absolut hilflos gewesen wäre. Dabei stimmt das nicht.
Vorneweg: natürlich ist es schlecht, wenn ein Robotaxi ein solches Verhalten zeigt. Das ist ein Verhalten, das von Waymo korrigiert werden muss. Die Support-Mitarbeiter selbst, die der Passagier verständigte, konnte ihm auch nicht helfen, weil Waymos keine Teleoperation (also Übernahme des Lenkrads aus der Ferne) erlauben, sehr wohl aber Teleassist (Textanweisungen an das Fahrzeug).
Doch Passagiere haben noch weitere Möglichkeiten, um eine Fahrt vorzeitig zu beenden, und die Funktion kann sehr leicht gefunden werden. Auf beiden Bildschirmen – auf dem Vordersitz und auf der Rückbank – ist deutlich „Pull Over“, also „Fahr heran“ sichtbar. Mit dieser Funktion fährt das Waymo sicher an den Straßenrand, hält an, und lässt die Passagier aussteigen. Die Fahrt ist beenden und die Passagiere sind ausgestiegen.
Warum der Passagier in der besagten Fahrt das nicht getan hat, darüber kann nur spekuliert werden. Blind schien er jedenfalls nicht zu sein.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.
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