Eine der viel kolportierten Stammtischmythen ist die Brandanfälligkeit von Elektroautobatterien, die aber so gar nicht zutreffen, wie viele Analysen von Fahrzeugbränden bestätigt haben. Verbrennungskraftfahrzeuge (man achte auf den Namen!) sind um etwa 70x häufiger brandanfällig, als Elektroautos, Hybridfahrzeuge sogar mehr als 100x.
Trotzdem werden Lösungen gesucht, und eine solche wurde auf einer Veranstaltung in China prásentiert. Das Chinese Vehicle Collision Repair Technical and Research Center gemeinsam mit Joyson Electronics demonstrierten ein herausschleuderbares Batteriepack aus einem Chery iCar 03. Dabei wurde mittels Gasdruck ein Batteriepack etwa drei bis sechs Meter seitlich aus dem Fahrzeug unter lautem Krach geschleudert.
Dieses Sicherheitsystem soll dann aktiv werden, wenn das Fahrzeug ein thermisches Davonlaufen der Batterie, also einen möglichen Batteriebrand detektiert. Damit sollen die Fahrzeuginsassen geschützt werden. Doch leider schafft man damit andere Probleme. Wer auch immer sich seitlich vom Fahrzeug befindet wird dann mit dem Problem konfrontiert. Entweder wird man von der mehrere hundert Kilogramm schweren Batterie erschlagen oder kriegt sein Auto durch die Wucht des Aufpralls beschädigt und brennt dann statt dem Ausgangsfahrzeug ab. Diese Lösung schafft mehr Probleme, als sie löst. Bei einem Problem, dass eigentlich keines ist.
Für ein cooles Video sorgt es aber allemal. Und hier ist eines davon:
Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.
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