Ausländische Besucher erkannte man in San Francisco in den letzten Jahren vor allem daran, wie sie entgeistert und mit offenen Mündern an Kreuzungen standen und eifrig die fahrerlosen Waymos filmten. Autos ohne Fahrer! Das kratzte am Selbstverständnis, während die San Franciscaner es gelassen nahmen. Für letztere war das Alltag.
Einziger Wermutstropfen für die Touristen war, dass sie selbst mit den Robotaxis ohne Hilfe Einheimischer gar nicht fahren konnten. Denn bislang war es nur möglich die Waymo App herunterzuladen und zu benutzen – und damit ein Robotaxi zu bestellen – wenn man ein Handy mit US-Appstore-Einstellung, US-Kreditkarte und US-Telefonnummer hatte. Einige verbogen ihre Zweithandys, holten sich auf Google eine US-Nummer und auf Paypal eine US-Kreditkarte oder nutzten Apple Pay. Oder man verwendete Uber in Atlanta oder Austin, wo Waymo in den Uber-Service integriert ist. Doch das ist nun anders.
Wie der Automotive-Experte Christian Walter mitteilte, genügt nun ein deutsches Handy mit deutschem App-Store, deutscher Kreditkarte und deutscher Telefonnummer und natürlich Netzzugang, um in Los Angeles, San Francisco oder wo auch immer Waymo in den USA bereits für die Öffentlichkeit zugänglich ist (hier die aktuelle Übersicht), um ein Waymo-Robotaxi zu bestellen und zu benutzen.

Dies scheint (noch?) nicht für alle Länder zu gelten. Auf dem Schweizer iPhone App-Store war die Waymo-App nicht verfügbar, und man konnte auch nicht mit Schweizer Telefonnummer oder Kreditkarte Waymo benutzen.
Auch die Waymo-App selbst ist bereits auf Deutsch übersetzt.

Aufruf! Für Benutzer aus welchen Länder ist Waymo in den USA ebenso bereits zugänglich?
Post Scriptum
Und damit niemand sagen kann, wir diskriminieren hier nach Geschlecht, die weibliche Ausgabe dazu:

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.
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