Mythen

Um Elektroautos, das autonome Fahren oder die Brennstoffzelle ranken sich viele Mythen, die bei solch neuen und verwirrenden Themen sich gerne verbreiten und kolportiert werden. Hier ist eine Sammlung von hilfreichen Details zu einzelnen Themen, die falsche aber gängige Argumente widerlegen und einige nützliche Fakten bringen sollen.

Elektroautomythen

Wie ist das mit dem benötigten Strom von Elektroautos, der Energie, die wir brauchen, um Benzin oder Diesel bereitzustellen, und der Effizienz von Elektromotoren?

Hier ist eine Grafik aus einer Studie von The International Council on Clean Transportation, die die Emissionen über den Lebenszyklus verschiedener Antriebe übersichtlich darstellt:

Wie viele Kilometer muss ein Tesla Model Y fahren, damit es einen geringeren CO2-Abdruck hat als ein vergleichbares Verbrennungskraftfahrzeug? Carbon Brief hat das berechnet und kommt auf etwa 13.000 Meilen (20.800 Kilometer):

Hier dann noch ein Vergleich der indirekten CO2 Emissionen( eines Tesla Model 3 für die einzelnen europäischen Länder, und zur Gegenüberstellung ein die CO2 Emisionen eines BMW 330 mit Benzin (C) Michael Sura.

Eine weitere Studie zeigt, dass nach spätestens 2 Jahren bei der CO2-Bilanz Elektroautos deutlich besser da stehen, als Verbrenner. Studie auf Englisch: Comparing the climate and air pollution footprints of Lithium-ion BEVs and ICEs in the US incorporating systemic energy system responses

Ein Vergleich zum Abbau von Kohle, Öl und Gas auf der einen Seite (Zahlen von 2019) versus den Mineralien, die für nachhaltige Energieformen (2020) – inkludierend die Mineralienproduktion von Solar- und Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Elektrofahrzeuge, Batteriespeicher, Kernkraft und den Ausbau des Stromnetzes – benötigt werden, sind Augen öffnend. Auf der einen Seite 15 Milliarden Tonnen pro Jahr, auf der anderen 7 Millionen Tonnen. D.h. für Kohle, Öl und Gas schürfen wir pro Jahr 2.000x so viel Volumen aus der Erde wie nachhaltige Energieformen. Und die Mineralien der letzteren können recycelt werden, während Kohle, Öl und Gas jedes Jahr frisch gefördert werden müssen.

Hier ist eine andere Darstellung der abgebauten Mineralienmengen für erneuerbare und fossile Brennstoffe pro Jahr: Electricity means efficiency

Wie viel Wasser braucht man für Lithium und Erdöl? Batterieforscher Prof. Dr. Maximilian Fichtner hat die Zahlen:

  • Jeden Tag werden 46 Milliarden Liter Wasser benötigt, um Erdöl zu fördern;
  • Mit 46 Milliarden Litern Wasser kann man Lithium für 1,6 Millionen Elektroautobatterien abbauen;
  • die Hotels, die sich am See in Salar de Atacama in Chile, benötigen genau soviel Wasser wie die zwei Firmen, die Lithium abbauen;
  • der Kupferbergbau vor Ort braucht übrigens Achtmal so viel Wasser;
  • Lithium kann recyclet werden, Erdöl nicht;

Hier sind weitere Links mit genauen Aufschlüsselungen und Zahlen:

Einige Richtigstellungen von falschen Informationen, die manche Meinungsmacher oder Institute verbreiten:

Wie werden die Rohstoffe abgebaut?

Wie umweltfreundlich sind Batterien, wie lange halten sie, und was geschieht, wenn sie dann nicht mehr im Auto eingesetzt werden können?

Wie ist die Brandgefahr von Batteriefahrzeugen im Vergleich zu Verbrennungskraftfahrzeugen?

Elektroautos im Winter (und im Stau)

E-Fuelmythen

CO2-Emissionen über den Lebenszyklus für Verbrenner, e-Fuels, und Elektroautos
(C) UPDATE – T&Eʼs analysis of electric car lifecycle CO₂ emissions

Brennstoffzellen- und Wasserstoffmythen

Ist die Brennstoffzelle, die nur aus Wasserstoff angetrieben wird, die Lösung? Wie funktioniert sie und wie ist die Energiebilanz von Wasserstoff?

Und hier von Michael Sura ein graphischer Vergleich der Reichweite eines batterieelektrischen und eine Brennstoffzellenfahrzeug mit derselben Ausgangsenergie:

Fossile Treibstoffe

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