Zwei deutsche Tesla-Skeptiker fahren einen Tesla – und werden geläutert

Wer im Silicon Valley lebt kann an Tesla nicht vorbei. Zu präsent sind die Fahrzeuge des lokalen Autobauer, und zu normal beginnt die Zukunft zu sein. Dort wo die Elektrofahrzeuge noch Seltenheitswert haben, werden sie eher abfällig behandelt. Auch weil man sie nie selbst erlebt hat. Doch dann kommt der Moment wo zwei skeptische Tester von Mein-Auto-Blog einen Tesla Model S P90D – die am besten ausgestattete Variante – für zwei Wochen zum Testen erhalten – und sie sind geläutert.

In einem elf-minütigen Video bei der Fahrt auf der windigen Autobahn zwischen Niederlanden und Deutschland diskutieren die zwei Testfahrer den Autopilotmodus mit dem sie ohne die Hand am Steuer zu haben unterwegs sind. Vom Design im Wageninneren, das so stimmig ohne Knöpfe und minimal und doch oder gerade deshalb so funktional ist, die Verarbeitungsqualität, und vor allem die Ruhe die der Autopilot und der Wagen den Passagieren trotz des böigen Seitenwindes bietet, lässt die beiden staunen. Und vor allem alles was von den deutschen Herstellern als „geht nicht“ und „unmöglich“ an Phrasen gedroschen wird als ziemlich hohl enthüllt. Auch das gerne vorgebrachte Argument mit Ladesäulen und der Reichweitenangst stellt sich als unbegründet dar. Der kleine amerikanische Hersteller hat es geschafft von selbst eine ziemlich flächendeckende Ladesäuleninfrastruktur auf die Beine zu stellen, die deutsche Hersteller vom Staat und allen anderen einfordern und damit vor allem die eigenen Kunden im Regen stehen lassen.

Aber hier in den Worten der Tester die zum Video gepostet wurden:

„Wie lange habe ich TESLA kritisiert? Wie oft habe ich die Auto-Pilot-Funktion in Frage gestellt. Und dann lässt man sich auf das Tesla-Experiment für 14-Tage ein und #bämm# plötzlich verstehst du den Elon Musk. Verstehst die Tesla-Fans. Und verstehst überhaupt nicht mehr, warum die restliche Industrie so planlos agiert.
Ein Auto? Ja, es braucht Ladesäulen! Gut. Dann bauen wir eben ein Netz an Ladesäulen dazu. Ach, es muss schnell laden. Gut. Dann machen wir das eben. „Wir machen es einfach“. Es ist die US-Mentalität des „Hands on“ vs die „Bestandsbewahrer der good old Automotive Industrie“.
Nach 14-Tagen im Tesla Model S P90D ist jede Aussage von der „Nicht Machbarkeit“, der „Nicht Umsetzbarkeit“ aus den Presse-Abteilungen von Mercedes-Benz, BMW, Audi und Co, einfach nur noch hohles Phrasen-Gewäsch!“

Dieses einfache etwas Tun und nicht erst Gründe finden, warum etwas nicht gehen kann machen einen der Unterschiede im Mindset zwischen Silicon Valley und Deutschland aus. Dabei muss es gar nicht so sein. Dieselbe Energie die man bei der Suche nach Gründen gegen etwas verschwendet ist besser eingesetzt Wege zu finden sie zu lösen. Die Einstellung „throw it at the wall and see what sticks“ (einfach mal an die Wand werfen und schauen was kleben bleibt) zeigt was geht und was nicht. Das was kleben bleibt nimmt man und baut darauf auf und wiederholt das.

Wir müssen aber nicht verzweifeln. Diese Einstellung, dieses Mindset können wir auch erlernen. Das ist nicht genetisch in den Leuten vom Silicon Valley fixiert, das ist etwas was wir uns aneignen und mit unseren Stärken verknüpfen können. Das nächste Mal wenn dir jemand sagt, dass etwas nicht geht, hinterfrage das und akzeptiere das nicht als Antwort. Verlange von demjenigen und von dir selbst Optionen zu finden, wie etwas doch verwirklicht werden kann. Oft ist es einfacher als man zu denken gewagt hat.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Das Silicon-Valley-Mindset.

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