10 Faustregeln, wie weit Robotaxifirmen wirklich sind

Die VW-Tochter MOIA stellte mit dem ID.Buzz AD sein Robotaxi vor, das ab 2026 produziert und eingesetzt werden soll. Ich stelle mir die Frage, wie weit MOIA wirklich ist und zeige 10 Faustregeln, wie ich selbst abzuschätzen versuche, wie weit ein Robotaxi-Hersteller sein könnte.

Einen ausführlichen Artikel gibt es hier.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

3 Kommentare

  1. Da muss ich Ihnen vollkommen Recht geben. Ich sehe das MOIA-Engagement genauso.

    Allerdings ist es verwunderlich, dass gerade die Volkswagen AG, die derzeit einige Tochtergesellschaften mit dem Ziel, die Liquidität aufzustocken, verkauft, so agiert. Das Risiko, dass damit viel Geld „in den Sand gesetzt“ und wertvolle Zeit im globalen Wettbewerb mit anderen Selbstfahr-Technologien wie etwa Waymo, Tesla und einigen asiatischen Anbietern verlogen geht, ist sehr hoch.

    Europäischen OEMs haben scheinbar nicht verstanden, dass es sich dabei um eine Schlüsseltechnologie handelt, welche der Batteriezellenfertigung in ihrer Wichtigkeit ähnlich ist.

    Liegt das an der Risikoscheue (Feigheit) der OEM-Entscheidungsträger? Sind die Elfenbeintürme in Wolfsburg oder Sindelfingen tatsächlich zu weit weg vom Geschehen in China oder den USA? Wenn ich sehe, wie Volkswagen, einst Marktführer in China, sich nicht gegen die „plötzlich und unerwartet“ aufkommenden neuen Anbieter verteidigen kann, spricht das Bände. Und das ist erst der Anfang, denn es ist anzunehmen, dass die Schere zwischen den europäischen (deutschen) OEMs und den chinesischen bzw. Tesla sich weiter öffnen wird.

    Es bleibt spannend. Und Zukunftsentscheidungen von europäischen Unternehmen, die in irgendeiner Weise mit Automotive verbunden sind, müssen bereits jetzt vorausschauend getroffen werden.

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    1. Das Problem hier ist, dass der Vorstand Vorgaben hat, den Shareholder Value kurzfristig zu erhöhen bzw. für Dividende zu sorgen, und das eigene Bonuspaket davon abhängt. Eine mittel- oder langfristige Strategie, solche Kosten jetzt auf sich zu nehmen, die erst in 5 oder 10 Jahren (oder gar nicht) schlagend werden, ist darin nicht abgebildet. Der heutige Vorstand, der diese Entscheidung trifft, profitiert davon nicht. Es ist der Vorstand in 10 Jahren, der die Früchte ernten wird, und das werden ganz andere Leute sein.

      Beispiel Waymo: es wird kolportiert, dass Google mit seit 2009 jedes Jahr im Durchschnitt $2-$3 Milliarden für die Entwicklung von autonomen Autos ausgegeben hat. Erst jetzt stellt sich der Erfolg dieser langfristigen Investition ein. Im selben Zeitraum hatte Volkswagen wie viele CEOs? Fünf?

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