Byton Stage: Ein Blick auf das Display

Die CES 2020 ist vorbei und hatte ich nun endlich die Gelegenheit eine kleine Einführung in die Funktionen des prominent bei Byton dargestellten Bildschirm und der bedienbaren Touchscreens zu erhalten. Byton nennt den das ganze Dashboard ausfüllende Bildschirm die „Byton Stage“ – also die „Byton Bühne“ – auf der Widgets dargestellt werden können.

Der Byton Stage besteht technisch gesehen aus vier Bildschirmen, die nahtlos ineinander gehen. Der linke Bildschirm hat als Betriebssystem das Blackberry QNX, das für die Darstellung der vom Fahrer benötigten Funktionen zuständig ist, die drei linken verwenden Android als Betriebssystem.

Bedient wird die Byton Stage durch ein Touchdisplay am Lenkrand, ein weiteres vom Beifahrer bedienbares Touchscreen zwischen den vorderen Sitzen und durch zwei an den Kopfstützen befestigten Touchscreens von den Passagieren am Rücksitz.

Auf der Byton Stage wurden mir Widgets wie Twitter, Kontakte, Wetter, Navigationssystem usw. demonstriert, die auch während der Fahrt zur Verfügung stehen. Ist das Fahrzeug geparkt, beispielsweise beim Laden, dann ergeben sich neue Möglichkeiten. Der ganze Bildschirm kann zu einer Videokonferenz mit Kameras und Präsentation werden, oder Filme abspielen. Auch meditieren kann man damit und sich beruhigende Musik abspielen lassen während man die Sicht auf Waldesgrün geniesst – egal wo man gerade tatsächlich geparkt hat.

Videospiele können mit bis zu vier Spielern im Auto gespielt werden. Fahrer, Beifahrer und Passagier am Rücksitz können sich einschalten und mitmachen.

Der Byton hat mehrere Kameras im Fahrzeug eingebaut, zwei davon links und rechts von der Byton Stage. Damit lässt sich der Zugang zum Fahrzeug nicht nur durch Gesichtserkennung kontrollieren, sondern weil die Daten auch in der Cloud gespeichert werden, finden Byton-Fahrer in egal welchem Byton-Fahrzeug sie gerade sitzen auch ihre bevorzugten Einstellungen vor.

Über der Mittelkonsole befindet sich auch eine Gestensteuerung, mit der in den Menüs navigiert und beispielsweise auch die Lautstärke des Radions angepasst werden kann.

Byton kündigte auf der CES 2020 nicht nur neue Medienpartnerschaften an, durch die Inhalte für das Fahrzeug bereit gestellt werden sollen, sondern auch die Gründung einer Entwickler-Community. Android-Entwickler eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihre bestehenden Anwendungen auf die Mittelkonsole zu bringen, beziehungsweise neue Applikationen für die Byton Stage zu entwickeln.

Erinnert man sich daran, was Steve Jobs 2007 bei der Präsentation des iPhones an Apps demonstrierte – er las E-Mails und die New York Times, besah sich Bilder und nahm einen Telefonanruf an – und vergleicht man die Fülle an Anwendungen heute – Uber, Tinder, Fitness-Apps, Videospiele – die allesamt so nicht wirklich vorhersehbar waren und eigene Milliarden-Dollar-Industrien geschaffen haben, dann lässt sich nur erahnen, was an Anwendungen in einem digitalen Fahrzeug wie Byton möglich sein wird.

Und hier ist die Demo des Byton Stage auf der CES 2020:

Dieser Artikel ist auch auf Englisch erschienen.

3 Kommentare

  1. OMG!!! – Das sieht aus wie die Mischung aus einem Fiat Multipla (worst Auto Design ever) und einem 82er Lada. Brutal!! Nie habe ich ein schlechteres Design gesehen. Völlig Banane ist der Monsterscreen. Was soll das?? Großes Gelächter zu den Erklärungsversuchen, man könne bei den offenbar quälend langen Ladezeiten eine Videokonferenz machen – unfassbar!!! Ist nicht auch der Screen im Lenkrad im 70er Retrodesign putzig? Soll man dadrauf rumdrücken?? Hier denken Größenwahnsinnige sie könnten Verbraucherverhalten durch die Größe eines Screens verändern und alle machen dann eine Videokonferenz. Das ist das wirklich der Brüller!! Kein Wunder dass Ex-BMW Manager Breitfeld das Weite gesucht hat. BMW hat ja auch immer wieder gezeigt, dass Träume oft unsanft enden. Da war aber immer noch ein bischen Respekt vor dem Kunden erkennbar.
    Ganz großer Respekt dagegen vor den Investoren! Da wird wirklich geklotzt – im wahrsten Sinne des Wortes. Großartig ist doch auch auch, dass man hier gleich mehrere Betriebssysteme verwendet – das muss wirklich große Vorteile bieten.
    Dieses Ding ist „dead on arival“, und diesen Zombie bestückt man dann auch noch mit Blackberry OS LOL!! – wie viele Jahre ist diese Firma schon tot? Hätte ich in diesen Haufen konzeptionelle Scheisse mein Geld investiert, stünde mir der kalte Schweiss auf der Stirn.
    Diesen „Betriebsunfall, Trash, Bullshit“ mit der Präsentation des ersten iPhones zu vergleichen wäre ganz lustig, würde Steve Jobs noch leben. So finde ich das eher geschmacklos.
    Ach ja und dann ist da noch die Entwicklercommunity – so geil!! Da werden super viele total coole Apps genau für diese Kiste entwickelt werden. Ne ehrlich, da bin ich mir ganz sicher. Ich setze eine Nebukadnezar Schampus darauf, dass es diese Firma 12 Monate nach Verkaufsstart von diesem „Joke“ nicht mehr gibt.

    Liken

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