In Regionen mit geringem oder keinem ÖPNV, wie es in weiten Teilen der USA außerhalb von großen Städten oft der Fall ist, kommt dem Besitz eines Führerscheines und eines Autos hohe Bedeutung zu, um zur Schule, einer Ausbildungsstätte oder einfach nur zu Freunden zu kommen. Das „Elterntaxi“ ist oft das einzige Transportmittel, mit dem Kindern unterwegs sind. Auch sind US-Städte in einer Weise designt, dass selbst das Fahrrad fahren weder möglich noch sicher genug ist. Dazu fehlen einerseits die Fahrradwege, oft fehlen sogar Gehsteige, und die Distanzen sind einfach zu groß, oder das Wetter und Terrain machen Fahrrad fahren zu einem Ding der Unmöglichkeit.
Eine Studie in Phönix in US-Bundesstaat Arizona begleitete 30 Teenager zwischen 14 und 17 Jahren einen Sommer lang und sah sich den Stresslevel der Probanden an, eine Transportmöglichkeit zu ihrem Sommerjob bei den Pfadfindern, dem
Boys & Girls Clubs of the Valley (BGCAZ), zu organisieren. Fahrrad fahren in Phönix in Arizona ist aus zwei Gründen nicht möglich: die Temperaturen im Sommer erreichen in diesem Wüstengebiet durchgehend mehr als 40 oder 45 Grad Celsius, und die Distanzen sind einfach zu groß in einer Stadt, die zwar auf Autos, aber nicht auf Fahrräder ausgelegt ist.
Die Hälfte der Teenager erhielt Gutscheine, mit denen sie gratis Waymos verwenden konnten, die andere Hälfte musste sich selbst um den Transport kümmern. Phönix war im Sommer 2026 die einzige Metropole, in der Waymo Teenagern erlaubte, ein Konto zu haben, um die Robotaxis zu verwenden. Sowohl vor dem Beginn als auch nach Ende der Studie füllten die Teenager und ihre Eltern einen Fragebogen aus, in dem sie u.a. auch Angaben zu ihrem Stressniveau machen konnten, was das Organisieren einer Transportmöglichkeit hervorrief.
Dabei ergab sich ein klares Muster. Die Teenager mit Zugang zu Waymos sahen ihr Stressniveau sich halbieren. Sie waren zum Schluss viel weniger gestresst also vorher. Gleichzeitig hatten die Teenager und Eltern ohne Zugang zu Waymos zwar keine Änderung Stressniveau erkannt, aber Eltern fühlten sich stärker besorgt, wenn ihre Kindern nicht das Elterntaxi, was auch schon Stress genug bedeutete, verwenden konnten und sich unabhängig von ihnen eine Transportmöglichkeit organisieren mussten. Dieser Stresslevel stieg sogar an.
In den 539 Fahrten mit Waymo gab es keinen Zwischenfall, jeder Teenager nahm im Durchschnitt 36 Fahrten mit dem Waymo war, die Fahrten kosteten pro Teenager über den Zeitraum $539, oder pro Fahrt $16,50. Die durchschnittliche Wartezeit auf ein Waymo betrug 9,6 Minuten.
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Das Legacy Institute hat das Pilotprojekt ins Leben gerufen und konzipiert sowie die unabhängige Evaluation in Auftrag gegeben. Das AV Youth Mobility wurde vom Legacy Institute und der Donnell-Kay-Stiftung finanziert. Ermöglicht wurde er durch die Mitarbeiter und Familien der „Boys & Girls Clubs of the Valley“. Die Evaluierung wurde von Radiant Global Insights eigenständig konzipiert und durchgeführt. Waymo stellte Daten auf Fahrt-Ebene sowie operative Unterstützung zur Verfügung, leistete jedoch keine finanzielle Unterstützung für das Legacy Institute, BGCAZ oder diese Evaluierung und war weder an der Analyse noch an den hier dargestellten Ergebnissen beteiligt.
Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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