Eine häufige Frage bei Diskussionen zu autonomen Autos ist in Europa erstaunlich oft die nach der Haftung bei Kollisionen mit Robotaxis gewesen. Dabei wurde die Frage oft mit einer Weise gestellt, als ob einzig und allein die Haftungsfrage die wahre Raketentechnologie darstellen würde, nicht aber die Ingenieursleistung an sich. Darüber haben ich und Andreas Eustacchio bereits mehrmals geschrieben und das klargestellt, dass dem nicht so ist (siehe hier oder hier) und diese Frage schon seit Jahrhunderten gelöst ist.
Nun hat Waymo angekündigt, mit Allianz Partners eine für die kontinentweite Expansion erforderliche Stiftung für Versicherungs-, Schaden- und Sicherheitsforschung gegründet zu haben. Um einen reibungslosen und zuverlässigen Service zu gewährleisten, ist der Aufbau einer soliden operativen Infrastruktur ebenso entscheidend wie die Entwicklung fortschrittlicher Technologien für autonomes Fahren. Dazu gehört auch die Schaffung einer umfassenden Infrastruktur für Risikomanagement, Versicherungen und digitale Schadenabwicklung. Dabei sollen folgende Themen behandelt werden:
- Versicherungs- und Risikolösungen: Maßgeschneiderter Versicherungsschutz und Risikomanagement für die autonome Flotte von Waymo, einschließlich Flottenversicherung, Haftpflichtschutz und neuer Versicherungsmodelle, die speziell für die autonome Mobilität entwickelt wurden.
- Schadenabwicklungs-Ökosystem: Digitale Schadenbearbeitung und -verwaltung.
- Forschung und Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit: Gemeinsame Forschungsinitiativen mit dem Allianz Center for Technology zur Erforschung vorrangiger Themenbereiche in den Bereichen Unfallanalyse, Sicherheitsmodellierung und Risikobewertung.
Darüber hinaus werden die Unternehmen im Laufe der Zeit mögliche neue Bereiche der Zusammenarbeit ausloten, darunter innovative betriebliche Lösungen zur Optimierung der Fahrzeugbergung, die speziell auf autonome Flotten zugeschnitten sind.
Ähnliche Fragestellungen werden übrigens mit einer weiteren „Mobilitätsform“ hochkommen, nämlich mit humanoiden Robotern. Sieh dazu mehr in meinem jüngsten Buch:
HOMO SYNTHETICUS
Wie Mensch und Maschine verschmelzen
Künstliche Intelligenz wird sichtbar. In „Homo Syntheticus“ beschreibt Zukunftsforscher Dr. Mario Herger den Aufbruch in ein neues Zeitalter, in dem Maschinen nicht mehr nur denken, sondern fühlen, handeln und lernen. Humanoide Roboter mit künstlicher Haut und autonomem Bewusstsein treten in unser Leben – als Helfer, Kollegen, vielleicht Partner. Gleichzeitig erweitern wir Menschen uns selbst: durch Implantate, Schnittstellen und KI im Körper. Mensch und Maschine nähern sich an, verschmelzen – und stellen unsere Vorstellung von Identität, Ethik und Fortschritt auf die Probe. Ein faszinierender Blick auf die Ära des synthetischen Menschen.
Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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