Wie fahrerlose Autos Straßenarbeiter schützen können

Die TU Braunschweig erforscht, wie autonome Autos dabei helfen können, Mitarbeiter von Straßenmeistereien zu schützen. Andreas Reschka, Forscher an der TU Braunschweig und Stanford University, präsentierte Ansätze dazu vergangene Woche in einem Meetup im Nissan Innovation Outpost in Sunnyvale im Silicon Valley.

Bei Wartungsarbeiten an deutschen Autobahnen fahren die Orange gekennzeichneten Fahrzeuge beispielsweise auf dem Pannenstreifen, um dort zu reinigen, die Vegetation zu trimmen, und Reparaturen vorzunehmen. Hinter jedem Wartungsfahrzeug fährt dabei ein Sicherungsfahrzeug, das mit großen Warnhinweisen auf die Wartungsfahrzeuge hinweist.

Trotz der Hinweise passieren regelmäßig Unfälle, die aufgrund der Geschwindigkeitsunterschiede gerade in Deutschland oft tödlich ausgehen. Nicht nur stirbt dabei zumeist der Fahrer des den Unfall verursachenden Autos, es wird auch der Fahrer des Sicherungsfahrzeugs oft schwer verletzt oder getötet, weil die Unfallfahrzeuge ungebremst mit hoher Geschwindigkeit aufprallen.

Eine Forschungsgruppe der TU Braunschweig demonstrierte ein Prototypen, wo das Sicherungsfahrzeug dem Wartungsfahrzeug autonom folgt. Gestartet wird es vom Fahrer des voraus fahrenden Wartungsfahrzeugs, und es hält mittels Radar- und Ultraschallsensoren einen bestimmten Abstand ein. Mittels Kameras und GPS stellt es auch sicher, sich rechts von der durchgezogenen Fahrbahnmarkierung für den Pannenstreifen zu halten. Wartungsfahrzeuge in Deutschland dürfen bei solchen Fahrten aus rechtlichen Gründen die Fahrbahnmarkierung nicht berühren oder überfahren.

Heute stellen Baustellenabschnitte noch eine besondere Herausforderungen für fahrerlose Autos dar, da sie nicht standardisiert sind ungültige und temporäre Markierungen, Baustellenhütchen und Schilder die Erkennung für Roboterautos erschweren. Als (vorübergehende) Lösung denken Nissan und andere Hersteller daran, dass ein Kundendienstmitarbeiter in solchen Situation das Fahrzeug dann ferngesteuert durch solch ein komplexes Fahrszenario steuert.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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