Drive.ai zeigt fahrerlose, nächtliche Regenfahrt

Das von eine halben Dutzend Absolventen des Stanford Artificial Intelligence Lab gegründete Start-up Drive.ai zeigt zum ersten Mal eine autonome Fahrt, und die gleich im Regen. Regen, Schnee, Staub und ähnliche Bedingungen die Objekte in die Luft bringen, stellen für Sensoren eine spezielle Herausforderung dar, weil beispielsweise Regentropfen und Sprühtröpfchen die reflektierten Signale verzerren und damit die Sensoren falsche Abschätzungen erhalten können.

Das Drive.ai Auto fährt dabei in Downtown Mountain View – zugleich auch der Heimat- und Testort der Google-Waymo-Autos – westlich entlang des El Camino Reals, biegt dann auf der South Bernardo Avenue ein, macht eine Linksabbiegung auf der Evelyn Avenue (man erkennt an der Ampel den Richtung San Francisco vorbeifahrenden Caltrain), fährt dann unter der 237, und biegt dann links auf den Ferry Morse Way ein. Dort kreuzt es die North Whisman Road, und biegt zuerst rechts auf die East Dana Street, und dann auf den Pioneer Way ein. Dort geht’es dann zurück nach einer Rechtsabbiegung auf den Evelyn Way in die entgegengesetzte Richtung.

Während der Fahrt hält es an Ampeln an, ordnet sich richtig ein, lässt sogar von rechts kommende Fahrzeuge einordnen, die ihm die Vorfahrt nehmen, und passt auf Radfahrer auf. Bei der Automarke scheint es sich um einen Lincoln zu handeln, den wir schon mal hier gesehen haben könnten.

Drive.ai wurde im März 2016 von mehreren Doktoranden für Künstliche Intelligenz gegründet und hat in einer ersten Finanzierungsrunde 12 Millionen Dollar aufgestellt. Das Start-up plant ein Software- und Hardwarekit anzubieten, das Autobauer verwenden können, um ihre Autos mit KI-System mit Maschinenlernen aufrüsten können.

Die Tatsache, dass es sich beim Gründungsteam um Experten mit KI-Hintergrund handelt, zeigt wie sehr sich die Anforderung im Automobilbau ändern. Wie schon beim Umstieg von Pferdekutschen auf Automobile, wo die Hintergründe der Automobilpioniere völlig andere waren als die der Kutschenmacher, sind auch hier nicht nicht mehr die ‚Metallbieger‘ gefragt, sondern Leute mit digitaler Expertise.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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