Kitty Hawks Fliegende Autos kommen

Selbstfahrende Autos? Elektrische Vehikel? Diese Herausforderungen gelten im Silicon Valley bereits als gelöst, der Zug ist da bereits abgefahren, die Kohle schon im Sack. Jetzt gilt es das nächste große Ding zu finden.

Und eines davon könnten fliegende Autos sein. Mindestens drei Dutzend Startups und große Unternehmen – darunter Boeing oder Blade – packen dieses Thema an, teilweise mit sehr viel Geld ausgestattet. Und wenn man bereits mit dem Ruf von großartigen Technologiestartups kommt, dann fällt es leichter.

Sebastian Thrun, ehemaliger Professor am Stanford AI Lab, Gewinner des DARPA Grand Challenge für autonome Autos, Gründer von Googles Selbstfahrtechnologieabteilung aus der Waymo hervorging, Gründer der Online-Universität Udacity, ist so jemand. Kein Wunder, dass er mit seiner Reputation und Verbindungen eine Menge Geld für sein neues Startup Kitty Hawk aufstellen konnte. Einer der prominenten Investoren ist Larry Page, Google-Gründer.

Nun hat Kitty Hawk sein erstes fliegendes Auto vorgestellt, den Flyer. Es ist mehr eine Mischung aus Badewanne und Drohne. Es kann eine Person aufnehmen, und verfügt über 10 Rotoren, von denen jeweils fünf auf jeder Seite angebracht sind.

Das 114 Kilogramm (250 Pfund) schwere Fluggerät mit vier Meter Spannweite wird elektrisch mit Lithiumpolymerbatterien angetrieben. Die Maximalgeschwindigkeit liegt bei ca. 30 km/h für eine Dauer von 20 Minuten. Der Flyer selbst hat zwei Pontons wie bei einem Wasserflugzeug angebracht und ist gedacht über Wasser in einer Höhe von 3 bis 4 Metern geflogen zu werden. Für den Flyer wird keine Pilotenlizenz benötigt, da es als Ultraleichtflugzeug und somit als Glider gilt.

Vor einigen Wochen bereits hat Kitty Hawk eine Zusammenarbeit mit Neuseeland angekündigt, wo es die ersten offizielle Zertifizierungen für eine Lizenz mit dem Kitty Hawk Flyer geben soll. Dort würde sich der Flyer als Lufttaxi anbieten. In den USA hat die Flugaufsichtsbehörde sehr strenge Auflagen, das Testen des Flyers war bisher nur über Seen möglich, mehr als 1.000 Testflüge wurden bereits über dem Lake Las Vegas durchgeführt.

Wie man den Flyer fliegt soll man innerhalb von einer Stunde lernen können, ein Klacks, vergleicht man das mit den heute erforderlichen Dutzenden an Flugstunden. Es gibt gerade mal einen Steuerknüppel für Geschwindigkeit und Höhe, aber keine weiteren Instrumente an Bord, den Rest regelt ein eingebauter Computer.

Der Flyer kann auch bereits vorbestellt werden, Preis wurde allerdings noch keiner genannt.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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