Waymo ändert Terminologie und verwendet ab sofort nur mehr den Begriff ‚Autonomes Fahren‘

So wie der Begriff ‚pferdelose Kutsche‘ beim Aufkommen des Automobils den Menschen half, diese neue Technologie besser zu verstehen, genauso dauert es mit anderen Technologien, die richtigen Begriffe zu finden. Genauso verhält es sich mit den fahrerlosen Autos, den Roboterautos, den selbstfahrenden, automatisierten und autonomen Autos. Wir sprechen hier zwar von derselben Technologie, aber die Begriffe scheinen anderes anzudeuten.

Nun hat Waymo, der klare Technologieführer bekanntgegeben, ab sofort nur mehr den Begriff ‚autonomes Fahren‘ für diese Technologie zu verwenden. Die englischsprachige Website ‚Let’s Talk Self-Driving‘ wurde in diesem Sinne zu ‚Let’s Talk Autonomous Driving‘ umbenannt. Und Waymo begründet das auch:

Die Fahrzeuge von Waymo fahren nicht selbst. Vielmehr automatisiert Waymo die Aufgabe des Fahrens, weshalb der Begriff „autonomes Fahren“ zutreffender ist. Die Vermischung von Begriffen, die verwendet werden, um völlig unterschiedliche Technologien zu beschreiben – wie zum Beispiel fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrtechnologie – wird bezeichnet als und hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Sicherheit im Straßenverkehr. Wir finden, dass die Menschen die Fähigkeiten von fahrerunterstützenden Funktionen konsequent überschätzen.

Je mehr Menschen sich an der globalen Diskussion über autonome Fahrtechnologie beteiligen, desto wichtiger wird unsere Aufgabe, die Öffentlichkeit aufzuklären, und das Festhalten an einer präzisen Sprache ist ein Beweis für unser Engagement, dies richtig zu machen.

Und dann macht Waymo auch klar, wo die Gefahren bei irreführenden Bezeichnungen schon heute liegen:

Vollautonome Fahrtechnik ist so konzipiert, dass ein menschlicher Fahrer nicht die Manövrierfähigkeit eines Fahrzeugs übernimmt. Sie benötigen keinen Führerschein, um in einem Fahrzeug mit autonomer Fahrtechnologie mitzufahren, und Ihre Hände müssen nie ein Lenkrad berühren.

Einige Fahrzeuge in Privatbesitz auf der Straße, die als selbstfahrend oder teilautonom beschrieben oder vermarktet werden, sind darauf angewiesen, dass ein menschlicher Fahrer jederzeit die Kontrolle übernimmt. Untersuchungen haben ergeben, dass menschliche Fahrer, die Fahrzeuge bedienen, die als selbstfahrend vermarktet wurden, möglicherweise nicht erkennen, wie wichtig es ist, ständig wachsam zu sein, und sich zu sehr auf die Hilfsfunktionen verlassen.

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Future Mindset: Wie man die Zukunft vorhersagt und designt

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

4 Kommentare

  1. Waymo will sich von Teslas FSD abgrenzen –
    „Einige Fahrzeuge in Privatbesitz auf der Straße, die als selbstfahrend oder teilautonom beschrieben oder vermarktet werden …“

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  2. Gibt es eigentlich Entwicklungen, welche beim autonomen Fahren intelligente Infrastrukturen des Verkehrs mit einbezieht? Also, Verkehrszeichen, die dem Auto Mitteilung machen über die Bedeutung desselben? Die Straße selbst, die Mitteilung über Straßenführung und Zustand macht? Das selbstfahrende Auto bräuchte wesentlich weniger Intelligenz und könnte einfacher programmiert sein. So etwas könnte man doch zu Testzwecken auf präparierten Autobahnstücken mal ausprobieren.
    Solange mein Tesla Model X mir bei dichtem Nebel mitteilt, er könne die Assistentzsysteme wegen des schlechten Wetters nicht nutzen, wird das mit dem autonomen Fahren wohl nichts.

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    1. Die Firmen in den USA und China, die autonome Systeme entwickeln, berücksichtigen heute keinerlei intelligente Straßenverkehrsinfraktuktur, weil es die weder gibt noch einen Standard dazu, die Städte, Gemeinden und Strassenerhalter kein Budget dafür haben, und es wohl auch sehr lange dauern würde, bis das weltweit – wenn überhaupt – verfügbar wäre. Die Unternehmen entwickeln ihre Technologie ohne damit zu rechnen.
      Nur weil Dein Model X das heute nicht kann, bedeute es nicht, dass ein zukünftiger Software-Update diese Funktionalität nicht haben wird. Tatsächlich hat Dein Model X mit Radar und Ultraschalll zwei Sensortypen an Bord, die auch Fahren im Nebel ermöglicht. Die Software ist eben noch nicht so weit.

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