Argo gibt auf

Etwas überraschend verkündete heute das Selbstfahrtechnologie-Startup Argo.AI, dass es die Pforten schließen wird. Vor der versammelten Belegschaft von 2.000 Leuten kündigten die Gründer die Schließung an, und dass ein Teil der Mitarbeiter von Ford und Volkswagen Jobangebote erhalten werden.

Das Unternehmen wurde 2016 von Bryan Salesky und Pete Rander gegründet und kam 2017 aus dem Stealthmodus. Es erhielt ein Investment von Ford in der Höhe von 1 Milliarde Dollar, die etwas später mit dem Einstieg von Volkswagen auf 2,6 Milliarden Dollar gestiegen war.

Die Schließung von Argo stellt Ford und Volkswagen vor einige Herausforderungen: Die Entwicklung der Technologie für autonomes Fahren erweist sich als nicht einfach. So arbeitet Google bereits seit 2009 daran und hat mehr als 20 Milliarden in die Entwicklung gesteckt, ohne bislang davon Nutzen ziehen zu können. Sowohl Volkswagen als auch Ford kämpfen mit Chip- und Softwareproblemen auf ihren Fahrzeugen, die zu verzögerten Auslieferungen und unzufriedenen Kunden geführt haben. Ob Argo-Mitarbeiter zu den großen Automobilunternehmen wechseln, ist nicht sicher. Die Firmenkultur ist völlig anders und die Möglichkeiten bei den Mitbewerbern weniger bürokratisch als sie bei traditionellen Autounternehmen vorherrschen.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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