Waymo fahrerlos im Regen

Wenn es ums autonome Fahren geht, wird gerne das Argument von schlechten Wetterbedingungen als großes Hindernis für die Entwicklung dieser Technologie angeführt. in Kalifornien oder Arizona, wo „es immer sonnig sei“, wäre doch „einfacher zu fahren, als in Deutschland mit Regen und Schnee“. Und die Sensoren, wie Lidars und Kameras würden durch Regentropfen und Schneeflocken geblendet werden und damit einfach bei Regen oder Schneefall lahm gelegt werden.

Nun ja, diese Leute waren wohl noch nie in San Francisco im Winter, wo es wie gerade jetzt seit Wochen immer wieder heftige Regengüsse gibt. Und die dortigen Ingenieur*Innen erklären einem nicht lang und breit, warum etwas nicht funktionieren kann, sondern tun, was sie gelernt haben: die Herausforderungen in Einzelkomponenten zu zerlegen, Algorithmen für die Interferenzen der Tropfen und Flocken zu entwickeln, zu testen, zu verbessern, Einbauten auf den Sensoren anzubringen, wie Scheibenwischer oder Hitzedrähte, und schon kommt man einer Lösung des Problems näher.

Doch selbst diese halten die beiden in San Francisco aktiven Robotaxiflotten von Waymo und Cruise nicht auf. Wie dieses folgende Video zeigt, wo ein fahrerloses Waymo ohne mit der Wimper, dafür aber mit den Scheibenwischern, zu zucken, durch das verregnete San Francisco fährt.

Hier das Video der gesamten Fahrt im Zeitraffer mit achtfacher Geschwindigkeit:

Aber, aber, aber, was ist wenn das Auto um die Ecke kommt, und da eine Oma und ein Baby auf der Straße gehen, das Auto nicht mehr bremsen kann, wen soll es töten? Aber gerne, deutsche(r) IngenieurIn, das ist ein völlig irrelevantes Problem, das nur zeigt, dass Du null Ahnung davon hast.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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