US-Fahrergewerkschaft verklagt kalifornische Verkehrsbehörde wegen Regulierung autonomer LKWs

Nachdem Kalifornien eine bisherige Lücke in der Regulierung autonomer Fahrzeuge vorgenommen hat, und seit April 2026 erlaubt, autonome LKWs auf öffentlichen Strassen zu testen, wurde Kodiak vor knapp zwei Wochen das erste Unternehmen, das eine solche Testlizenz erhalten hat.

Nachdem sich Gouverneur Gavin Newsom über den Widerstand der Fahrergewerkschaft Teamsters hinweggesetzt und das Gesetz unterschrieben hat, hat sich Teamsters nun eine Klage eingereicht. In der Klage wird argumentiert, dass selbstfahrende Lkw mehr als 200.000 Arbeitsplätze im LKW-Gewerbe gefährden, und das Gericht wird aufgefordert, deren Inbetriebnahme zu untersagen.

Die Fahrergewerkschaft wirft der kalifornischen Verkehrsbehörde DMV und dem Gounverneur vor, ein verkürztes Regelungsverfahren angewendet zu haben, das für geringfügige Änderungen vorgesehen ist, und es versäumt, eine umfassende Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen durchzuführen. Sie werfen dem DMV zudem vor, fälschlicherweise zu dem Schluss gekommen zu sein, dass durch die Vorschriften keine Arbeitsplätze wegfallen würden. Sie werfen autonomen LKWs auch vor, ein noch größeres Sicherheitsrisiko darzustellen als kleinere selbstfahrende Autos. Menschliches Versagen bleibt jedoch eine der Hauptursachen für LKW-Unfälle.

Dem stehen allerdings Unfallzahlen aus der Praxis gegenüber, die von einer geringeren Rate von Kollisionen mit autonomen Fahrzeugen berichten. Insgesamt könnte die Einführung autonomer Lkw den Verbrauchern bis 2035 Einsparungen in Höhe von 9 Milliarden Dollar (7,71 Milliarden Euro) bringen.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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