Tesla: Rekorderlöse, Rekordverluste, KI-Chip und 50% Marktanteil

Wenn Tesla Quartalszahlen bekannt gibt, ist man am besten immer auf Überraschungen gefasst. So auch diesmal zum zweiten Quartal 2018, und zwar sowohl eine böse und gleich mehrere gute Nachrichten. Aber der Reihe nach.

Erlöse und Verluste

Zuerst mal gab Tesla-CEO Elon Musk im Aktionärscall den höchsten Erlös in der Tesla-Geschichte bekannt. Mit vier Milliarden Dollar lag der Erlös deutlich über den 3,4 Milliarden vom ersten Quartal, eine Steigerung von 17 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Verluste pro Aktie auf 4,22 Dollar, leicht höher als im Vorquartal von 4,19, was zu einem Gesamtverlust von 739 Millionen Dollar führte. Die Verluste liegen damit aber weit unter der einen Milliarde, die Tesla in gleich drei vergangenen Quartalen verbrannte.

Model 3

Tesla hatte einige Schwierigkeiten das selbst gesteckte Produktionsziel von 5.000 Stück pro Woche zu erreichen. Tatsächlich sah sich Tesla gezwungen ein zweites Produktionsband in einem Zelt zu errichten, um das Hauptband umzustellen. Mehrmals seien dann auch die 5.000 Stück pro Woche im dritten Quartal erreicht worden. Bislang wurden somit an die 60.000 Stück Model 3 produziert.

Ende August sollen dann zum ersten Mal 6.000 Model 3 pro Woche produziert werden können. Im dritten Quartal erwartet Tesla Produktionszahlen für das Model 3 zwischen 50.000 und 55.000 Stück. Mit dieser Stückzahl wird dann auch die aktuelle Marge von ca. 15 Prozent pro Model 3 sprunghaft ansteigen.

Der Fokus soll sich nun auch weg von Stückzahl zu Qualitätsverbesserungen hin bewegen. Trotz des holprigen Produktionsanstieg hat das Model 3 im Juli 2018 in den USA bereits einen höheren Marktanteil erreicht, als BMW 3, Audi A4, Mercedes C, Lexus IS und Jaguar XE in der Premiummittelklasse zusammen genommen.

Tesla_Model_3_Marketshare_July_2018.jpeg

Gleichzeitig gab Tesla auch eine Liste der Eintauschfahrzeuge von neuen Model 3-Kunden bekannt. Dabei handelt es sich um Toyota Prius, BMW 3, Honda Accord und Civic, und Nissan Leaf.

KI-Chip und Autopilot

Kommendes Jahr soll dann auch die neue Autopilot 3.0-Hardware an Kunden ausgeliefert werden, inklusive mit einem neuen Chip, der als Tesla-Eigenentwicklung speziell für künstliche Intelligenz designt wurde. Dieser soll 10 Mal so schnell sein wie alles heutige für diese Zwecke am Markt befindliche.Die heutigen Nvidia GPUs schaffen Bildraten von 200 pro Sekunde, der neue Tesla-Chip soll sogar 2.000 erreichen. Der Chip ist dabei auf das von Tesla entwickelte neuronale Netzwerk optimiert.

Tesla hatte 2016 einen Chip-Experten eingestellt und eine eigene Chipentwicklung aufgebaut. Die Hardware für diesen Autopiloten 3.0 wird gerade getestet und soll dann als Upgrade für bestehende Kunden bereit gestellt werden.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

 

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