Tesla veröffentlicht vierteljährlichen Fahrzeugsicherheitsbericht

Tesla kommt immer wieder in die Schlagzeilen, wenn Fahrzeuge im Autopilotmodus in Unfälle verwickelt werden. Der Autopilot ist ein Fahrerassistenzsystem, das der Autonomiestufe Level 2 gemäß SAE entspricht.

Das Unternehmen will nun vierteljährlich einen Bericht vorlegen, der Statistiken beinhaltet, wie oft Tesla-Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sind oder in unfallähnliche Situationen geraten. Als unfallähnlich werden dabei Beinahezusammenstöße bezeichnet

Tesla hat dank der Over-the-air-Updates der Fahrzeuge Zugriff auf Daten, die einen Unfall anzeigen. Aus Versicherungsgründen speichert Tesla diese Daten.

Der erste Vierteljahresbericht im dritten Quartal 2018 beinhaltet laut Tesla folgende Zahlen:

  • Im Durchschnitt gab es alle 3,34 Millionen Meilen (5,344 Millionen Kilometern) einen Unfall oder unfallähnliche Situation bei eingeschaltetem Autopilot.
  • Im Durchschnitt gab es alle 1,92 Millionen Meilen (3,072 Millionen Kilometer) einen Unfall oder unfallähnliche Situation ohne eingeschaltetem Autopilot.
  • Die NHTSA berichtet, dass in den USA ein Unfall alle 492.000 Meilen (787.200 Kilometer) passiert.*)

*)Die NHTSA hat nur Statistiken zu Unfällen, nicht aber unfallähnliche Situationen.

Diese Zahlen würden bedeuten, dass Tesla-Fahrzeuge im Autopilotmodus um 57 Prozent sicherer unterwegs sind, als solche mit ausgeschaltetem. Dabei muss man aber betrachten, dass der Autopilot unter bestimmte Bedingungen eingesetzt wird (Stop-and-Go, Autobahn), und nicht notwendigerweise im kurvigen Innenstadtverkehr. Insofern ist noch nicht klar, ob diese Zahlen unter denselben Bedingungen gelten.

Nimmt man die unfallähnlichen Situationen – die keinen Unfall darstellen – weg, so scheint die Sicherheitsstatistik noch besser zu sein. Um wie viel hat Tesla nicht aber nicht angeführt. Beim Vergleich mit den NHTSA-Daten scheint sogar um über 679 Prozent besser zu sein.

In Zukunft möchte Tesla dank der direkten Verbindung zu den Kunden auch Verletzungen der zu Schaden gekommen Personen ermitteln, um die Autopilotfunktionalität und Fahrzeugsicherheit zu verbessern.

Hier ist der gesamte Bericht (in Englisch).

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

4 Kommentare

  1. Was für eine Alptraum – alle 5,3 Mio km ein Unfall. Wahnsinn!! Ich fahre 40.000 km pro Jahr. Wenn das Durchschnitt ist, dann haben 0,7% aller Fahrer pro Jahr einen Unfall wegen des Autopiloten. Bei ca. 39 Mio Fahrerlaubnissen in Deutschland bedeutet das ca. 30.000 Unfälle pro Jahr wegen des Autopiloten. Wenn davon 10% mit genau einem Toten enden, dann sind das 3.000 Verkehrstote nur wegen des Einsatzes des Autopiloten. Naaaa? Klingelts? In 2017 hatten wir in D 3.177 Verkehrstote. Nun schicken wir Maschinen auf die Strasse, die genauso viele Menschen umbringen – und ganz ehrlich: Es werden viele viele mehr sein. Wer jemals ein Robocar gesehen hat und beobachten konnte wie stümperhaft das durch die Strassen eiert, hat seine eigene Meinung. Das nenne ich jedenfalls Fortschritt! Großartig – welch Errungenschaft für die Menschheit!! Der Einzige trost ist doch, dass sich ein offenbar bekiffter Penner namens Musk daran noch eine goldene Nase verdient – wenigstens einer profitiert von dem Schwachsinn. Aber das ist ihm ja gar nicht wichtig. Ihm ist wichtig, dass er sich mit seinem Tech-Trash als Superstar generieren kann. Traurig, dass ihm hier dafür auch noch eine Bühne geboten wird.

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