Neuer Nuro Lieferroboter erhält Testgenehmigung

Neben vielen autonomen Autos für Passagiere und LKWs, die heute im Silicon Valley und den USA getestet werden, sind auch eine Reihe an Lieferroboter aktiv im Einsatz. Während die meisten davon eher kleinen Kühlboxen auf Rädern gleichen (Kiwibot, Starship Robot), die auf Gehsteigen herumfahren, entwickeln andere Start-Ups solche, die im Straßenverkehr mitfahren.

Eines davon ist Nuro.ai aus Mountain View, das vor zwei Jahren seinen straßentauglichen Lieferroboter zum ersten Mal vorstellte. Bislang hat das Unternehmen Nissan Leafs und Toyota Prius als Testfahrzeuge verwendet, weil erst eine Sondergenehmigung für die neuartigen Lieferroboter und deren Einsatz auf Straßen eingeholt werden musste.

Wie Nuro-CEO Dave Ferguson in einem Medium-Post verlautbarte, wurde diese Ausnahmegenehmigung nun vom amerikanischen Transportministerium (US Department of Transportation) und der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ausgestellt.

Nuro R2 Lieferroboter

Das Fahrzeug Nuro R2 wird die Warenlieferung vom Laden zum Endkunden durchführen. Im Fahrzeug selbst wird keine Person sein oder transportiert werden, es ist rein zur Warenauslieferung gedacht. Es ist dabei halb so breit wie ein reguläres Auto, ist elektrisch angetrieben, soll auch schlechtes Wetter besser überstehen und darin navigieren können, und kommt mit Innenraumkühlung für verderbliche Waren.

Erste Tests begannen vor zwei Jahren in Scottsdale in Arizona, jetzt beginnen die Tests mit dieser zweiten Generation an Lieferrobotern in wenigen Wochen in Houston in Texas. Bisherige Regulierungen hatten vor allem die Sicherheit der Insassen sowie die Steuerung durch Menschen im Fokus. Mit autonomen Systemen fällt das aber alles weg, dafür wird die Sicherheit der Umgebung wichtiger. Die NHTSA-Regulierungen wurden damit zum ersten Mal an solche Technologien und Situationen angepasst.

Das Fahrzeug hat deshalb auch spezielle Sicherheitsmechanismen eingebaut, um Fußgänger zu schützen. So ist die Vorderfront speziell geschützt, um Kollisionen mit Fußgängern zu vermeiden und im Falle des Falles, besser zu schützen. Auch können die Kameras – inklusive der Rückkamera – ständig in Betrieb sein und somit eine 360 Grad Rundumsicht bieten. Bei von Menschen gesteuerten Fahrzeugen muss beispielsweise die Rückkamera beim Vorwärtsfahren ausgeschaltet werden, damit der Fahrer nicht abgelenkt wird. Dazu hat Nuro bei der US DoT eigens ausgearbeitete Spezifikationen eingereicht.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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