2. Tipping Point: Die Welle an vollständig fahrerlosen Autos ist im Kommen

Oberflächliche Betrachter mögen in den letzten Monaten den Eindruck erhalten haben, dass es um autonome Autos still geworden sei und die vielen Aktivitäten an Dynamik verloren haben. „Versprochen haben Sie uns fahrerlose Autos schon vor einigen Jahren, und noch immer gibt es keine. Was ist los?“ So in etwa lautet der Tenor der vergangenen Monate.

Doch im Hintergrund wird fleißig gewerkt und tröpfchenweise werden die Ergebnisse sichtbar. So postete am 24. September 2020 Jorge Corral in der FB-Gruppe Self-driving cars / Autonomous cars / Driverless cars ein neues Video von einer Begegnung mit einem fahrerlosen Waymo One.

Schon vor einigen Wochen erhielt als viertes Unternehmen in Kalifornien das gerade von Amazon um 1,2 Milliarden Dollar gekaufte Selbstfahrstart-Up Zoox die Genehmigung, auf einigen Straßenzügen um die Unternehmenszentrale in Foster City vollständig fahrerlose Testfahrten absolvieren. Damit gesellte sich das Unternehmen zur Google-Schwester Waymo, dem Lieferroboterentwickler Nuro, und dem chinesischen Start-Up AutoX, die auch eine solche Lizenz erhalten haben. Hier ist eine Videokompilation von fahrerlosen Waymos in der Phoenix Region in Arizona.

Voyage-CEO Oliver Cameron postete heute ein erstes Video von einem vollständig fahrerlosen Fahrzeug, das mit der in Entwicklung befindlichen nächsten Generation von Selbstfahrtechnologie (aktueller Name: G3 Beta) ausgestattet auf dem Testgelände fährt. Voyage betreibt bereits heute einen Robotertaxidienst in zwei von Rentnern bewohnten Dörfern in San José in Kalifornien und in Florida.

Ein Mitarbeiter von AutonomouStuff, ein Unternehmen, das reguläre Autos mit Hardware für die autonome Fahrzeugentwicklung umrüstet und von vielen Selbstfahrtechnologieentwicklern herangezogen wird, erwähnte auf LinkedIn, dass auch er zum ersten Mal ein Lenkrad aus einem Standardfahrzeug, das er mit Selbstfahrtechnologie ausstatte, entfernen musste.

Originales Posting vom 30.9.2020 auf LinkedIn

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Weitere Posts kommen zu sogenannten „ungeschützten Linksabbiegemanövern“ („unprotected left turns„), die zu den härtesten Problemen beim autonomen Fahren zählen. Die Videos von verschiedenen Firmen zeigen in beeindruckender Weise, dass auch dieses harte Problem auf dem besten Wege ist, von mehreren Unternehmen gleichzeitig gelöst zu werden. Hier ein Video von Voyage:

Hier ein Video von Argo mit derselben Aufgabenstellung:

Argo schildert in einem Blog auch ausführlich, warum das Unternehmen in mehrere Städten gleichzeitig testet. In den USA gibt es teils signifikante, teils subtile Unterschiede bei Verkehrszeichen, Straßenmarkierungen, Verkehrsregeln, Baumaßnahmen, aber auch Passantenverhalten, die die Fahrzeuge lernen müssen.

Auch sah ich gestern bei einer Fahrt auf dem Highway 101 eine Dichte von selbstfahrenden Autos, die ich in dieser Menge noch nicht beobachten konnte. Gleich drei selbstfahrende LKWs von Embark, Kodiak und einem unidentifizierten Start-Up konnte ich in südlicher Richtung zwischen San Francisco und San José sehen, und neben dem Apple-Fahrzeug auch zwei fahrzeuge von Waymo, drunter den Jaguar iPace des Waymo Engineering Teams. Hier das Video zum Apple-Fahrzeug auf dem Highway 101:

Mit anderen Worten: Nachdem nun der 1. Tipping Point beim Umbruch in der Automobilindustrie mit der Elektromobilität erreicht worden und somit unumgänglich geworden ist, rollt die Welle mit dem 2. Tipping Point mit autonomen Autos bereits in voller Stärke auf uns zu. Nicht in 10 bis 20 Jahren wird es frühestens autonome Autos geben, die nächsten fünf Jahre werden sie uns bringen.

Dieser Beitrag wurde auch auf Englisch veröffentlicht.

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