Ohne Fahrer, aber mit Kojoten: Erste Fahrt in einem Cruise Robotaxi durch San Francisco

Dienstag Nacht war es soweit. Ich fuhr zum ersten Mal mit einem Fahrzeug der fahrerlosen Robotaxiflotte von Cruise in San Francisco. Dank eines österreichischen Freundes, der schon Zugang zur Cruise-App hatte, hüpften wir um etwa 23 Uhr in eines der fahrerlosen Autos, gingen auf ein paar Drinks und fuhren dann mit einem anderen Cruise Robotaxi, auch wieder fahrerlos, zurück.

Hier ist mal das erste Video mit einigen fahrerlosen Cruise, die wir sahen während wir auf unseres warteten. Beachte hier auch im Video ab Minute 7:56 sieht man zwei Kojoten.

Unser erstes Robotaxi trug den Namen ‚Dragonfly‘, auf Deutsch ‚Libelle‘. Jedes der Cruise-Fahrzeuge hat einen eigenen Namen, an denen man sie beim Zufahren erkennt. Nach der Anforderung auf der App warteten wir ein paar Minuten, sahen dabei schon andere fahrerlose Cruise um uns herumkreuzen, wie auch Waymos. Und dann stiegen wir ein für die erste 12-minütige Fahrt von Haight-Ashbury zur Fillmore Street, wo wir dann in Japantown in einer Karaoke-Bar ein paar Drinks zu uns nahmen.

Das Video hat einige Lücken, weil mein iPhone unerklärlicherweise die Videoaufnahmen immer wieder unterbrach. Vermutlich weil ich eine 4K-Video-Einstellung habe, die er dann wegen Dateilänge oder so meint unterbrechen zu müssen. Oder einfach dicke Finger. Wie auch immer, hier ist die erste Fahrt mit unseren Kommentaren auf Deutsch.

Bemerkenswert war einerseits ein Zögern des Fahrzeugs, als ein Fußgänger meinte, bei Rot die Straße vor uns queren zu müssen, andererseits fast am Ende der Fahrt – ein paar Meter haben gefehlt – als ein Fahrzeug die Fahrspur wegen Ladetätigkeiten blockierte, und das Cruise nicht genau wusste, was es tun sollte. Wir riefen jedenfalls mal die Zentrale an, sprachen kurz mit einer Operatorin und stiegen dann aus.

SORRY NOT SORRY

Die Kunst, wie man sich nicht entschuldigt, ist ein hehres Gut. Politiker, Manager, Kirchenvertreter und viele andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beherrschen diese Kunst in Perfektion. Korruption bei der Maskenbeschaffung? Nie passiert. Nicht genug Impfstoff? Tut uns leid, lässt sich aber nicht ändern. Milliarden mit der geplanten Autobahnmaut versenkt? Nicht meine Schuld. Was soll die ganze Aufregung?

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Ansonsten verlief die Fahrt ohne Aufregung – wie es auch sein soll. Zwar war ich die ersten Minuten aufgeregt, doch das legt sich rasch. Das Fahrzeug verhält sich immer sicher und man beginnt ihm sehr rasch völlig zu vertrauen. Auch begegneten wir immer wieder anderen fahrerlosen Cruise-Robotaxis und auch Waymos, wie auch zwei Kojoten (ab Minute 7:55 im Video), die sich mitten in der Nacht in San Francisco herumtrieben und uns gleich zweimal vor die Kameralinse liefen..

Die Rückfahrt selbst war mit 11 Minuten etwas kürzer als die Hinfahrt, und auch hier begegneten wir mehreren Waymos und Cruises. Unser Fahrzeug hieß ‚Scampi‘.

An solche Fahrten kann man sich sehr rasch daran gewöhnen und vorstellen, dass Robotaxis, autonome Autos und sonstige fahrerlose Systeme sehr bald in allen unseren Städten herumfahren werden. Wir haben die Zukunft heute schon erlebt, niemand wird je wieder selber auf dem Weg zur oder von der Arbeit oder nach einem Abendessen fahren wollen, speziell nachdem wir einen kleinen Schwips nach unserem Barbesuch hatten.

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Dieser Beitrag wurde auch auf Englisch veröffentlicht.

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