2015 – 2026: Deutsche Innovationsprobleme erklärt anhand von Porsche und Tesla

Es ist erstaunlich, wie viel sich in mehr als 10 Jahren ändert, aber auch wie wenig.

Am 24.12.2015 veröffentlichte ich den Beitrag „Deutsche Innovationsprobleme erklärt anhand von Porsche und Tesla“ (später, als ich dann eine eigene, nämlich diese Website eingerichtet hatte, hier repliziert), mit dem ich eigentlich nur mal meine neue Website befüllen wollte. Innerhalb von wenigen Stunden ging der Beitrag viral und ich hatte verstanden, dass ich dazu ein Buch schreiben und einen eigenen Blog machen muss.

So entstanden das Buch „Der letzte Führerscheinneuling…„, das seither in vier weiteren Sprachen erschienen ist, sowie der gleichnamige Blog, auf dem ich auf Deutsch und Englisch jeweils mehr als 2.100 Beiträge, vorwiegend zum elektrischen und autonomen Fahren veröffentlicht habe.

2015 war Tesla noch die kleine Autobude, die nur den Roadster und das Model S vorweisen konnte, und noch hunderte Millionen Dollar im Jahr Verlust schrieb. Porsche war das fast hundert Jahre alte Unternehmen, das für Sportwagen bekannt und beliebt war.

2026, genauer: gestern, fanden zufällig am selben Tag die Vorstellung eines Porsche und eines Tesla Sportwagen statt, und die Unterschiede konnten nicht größer sein. Während Tesla profitabel ist und mittlerweile mehr als 10 Millionen Autos ausgeliefert hat, liegt Porsche darnieder. Gewinn- und Umsatzeinbrüche, die eigene E-Auto-Strategie ist ein Scherbenhaufen und der stolze Haufen aus Zuffenhausen sieht ziemlich zerfleddert aus.

Und noch größer und bedenkenswerter ist was da präsentiert wurde: während Tesla mit einen fliegenden, Rollen ausführenden und von 0 auf 60 Meilen per Stunde in unter 1 Sekunde beschleunigenden Roadster Grenzen des Möglichen neu definiert und das Publikum zum Staunen bringt, schwelgt Porsche in Geschichte, Vergangenheit und Nostalgie. Nicht nur im Design, sondern in der ganzen Technologie.

Der Artikel vom 24.12.2015 ist fast elf Jahre später für mich unerwartet aktueller denn je.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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