Kalifornien erlaubt selbstfahrende Autos ohne Fahrer

Three Google self-driving cars at the traffic light

Bereits 15 Firmen haben bereits Zulassungen für das Testen von selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen in Kalifornien. Google alleine hat eine Flotte von 58 Fahrzeugen auf den Straßen unterwegs, und von denen haben 34 keine Lenkräder und Pedale mehr. Mit diesen Testlizenzen muss aber nach wie vor ein menschlicher Fahrer im Auto sitzen um im Notfall eingreifen zu können. Wer im Silicon Valley lebt kommt fast gar nicht umhin früher oder später einem oder gleich mehreren der Testfahrzeuge zu begegnen.

Nun hat der kalifornische Gouverneur Jerry Brown ein Gesetz unterschrieben, das diese letztgenannte Einschränkung beseitigt. Ab sofort dürfen auf zwei genau bestimmten Straßenabschnitten auch autonome Autos ohne einen menschlichen Fahrer fahren.

Ein Abschnitt umfasst die GoMentum Station, einer Geisterstadt in der Concord Naval Weapons Station, die früher zu den größten Atomraketenbasen gezählt hat. Das Gelände umfasst über 30 Kilometer an Straßen. Die Straßen sind repräsentativ für den Zustand vieler kalifornischer Straßenabschnitte. Mit Schlaglöchern, verwitterten Straßenmarkierungen, kreuzenden Eisenbahnschienen, Autobahnauffahrten, Brücken und Unterführungen, aber auch Gebäuden, Kreuzungen, verblichenen Straßenschildern, und falls gewünscht auch andere Fahrzeuge und Fußgänger.

Bereits heute testet dort Honda seine selbstfahrenden Autos. Das gerade von Uber gekaufte Start-up Otto, das selbstfahrende Lastwagen unterschrieb einen Vertrag um Fahrzeuge dort zu testen. Andere Unternehmen interessieren sich ebenfalls für das Testgelände, unter anderem auch Apple, das bisher jeden Kommentar zur möglichen Entwicklung eines eigenen Autos abgelehnt hat.

Der andere Abschnitt ist das Bishop Ranch Geschäftszentrum bei San Ramon, wo der Hersteller EasyMile zwölfsitzige autonome Busse betreiben will, um Angestellte zwischen den Betriebsstätten zu transportieren und dabei auch öffentliche Straßen befahren soll.

Auch andere Bundesstaaten ermöglichen den Unternehmen ihre Fahrzeuge zu testen, manche haben auch ihre Testgelände. Beispielsweise die Mcity in Ann Arbor in Michigan. Diese wird von der University of Michigan betrieben und bietet künstliche Straßenszenarien unter idealen Bedingungen. Alle Straßenmarkierungen und Schilder sind neu, die Strecke ist optimiert für viele Szenarien die in der Wirklichkeit vorkommen und kann adaptiert werden. Auch erlaubt das Wetter in Michigan besser als jenes in Kalifornien schlechte Witterungsbedingungen zu testen. Regen oder Schneefahrbahnen stellen nach wie vor Herausforderungen für fahrerlose Autos dar.

In Michigan ist noch ein weiteres Testgelände für connected und autonome Fahrzeuge geplant, das in einer ehemaligen Bomberfabrik in Ypsilanti gebaut werden soll. Zehnmal so groß wie die Mcity soll die Bandbreite der Verkehrsszenarien umfangreicher sein. Betrieben wird dieses ebenfalls von der University of Michigan unter dem Namen ‚American Center for Mobility’. Auch die Virginia Tech hat in Blacksburg ein Testgelände eröffnet. Florida steht nicht nach und beginnt mit dem Bau eines Testgeländes in Polk County ab dem Frühjahr 2017.

Die Testgelände beschränken sich nicht nur auf Autos. So fliegt ein autonomer Black Hawk Helikopter seit einiger Zeit über die Nachbarschaft des NASA Ames Airforce Base um Kampfmanöver zu lernen.

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