Nachdem ich bereits vor einigen Wochen erste Fotos von Chrysler Pacifica Minivans aufnehmen konnte, die mit Googles Selbstfahrtechnologie ausgerüstet wurden, gibt es nun neue Bilder, die ein Fahrzeug bei einer öffentlichen Testfahrt zeigen.
Am weißen Minivan sind die angebrachten Sensoren zu erkennen, die noch den Rohzustand zeigen und ohne Verkleidung sind. Am Dach zu erkennen ist der Lidarsystemaufbau, der bereits von den von Google in 2. Generation eingesetzten Lexus SUVs bekannt ist. Dieser von Google selbst entwickelte Aufbau ist ohne Verkleidung zu sehen. Seitlich über den Vorderreifen ist in eine Aussparung im Blech ein Radar angebracht, ebenso über dem Fahrer- und Beifahrerfenster, sowie hinten vor Beginn der Rückklappe.
Vorne am Kühlergrill – wo Google bisher immer Shortrange Laser angebracht hatte – hängt ein Kabel heraus. Hinweise wofür dieses dient werden gerne angenommen. Ebenso auffallend ist eine blaue Umwicklung an der Fahrer-seitigen Türschnalle. Auch werden Hinweise für diesen Zweck erbeten.
Hinter der Windschutzscheibe deutlich zu erkennen ist auch ein roter Notausschaltknopf. Ebenso scheint sich in der Rückspiegel eine Aussparung für eine Kamera(?) zu befinden.Im oberen rechten Eck der Schiebetüre sind zwei Objekte erkennbar, die ich nicht einordnen kann.
Laut Medienberichten vom Mai diesen Jahres soll Fiat Chrysler an die 100 Minivans an Google ausliefern, die alle mit Selbstfahrtechnologie ausgerüstet werden sollen. Ein Grund für die Auswahl dieser Fahrzeuge lag Aussagen zufolge auch darin, dass die hinteren Türen für Passagiere Schiebetüren sind, und somit automatisch geöffnet und geschlossen werden können. Laut Google erwarten Passagiere eines autonomen Fahrzeugs den Komfort einer auch automatischen Türe.
Spekulationen zufolge könnten diese Fahrzeuge als Taxis eingesetzt werden, um ähnlich Uber in Pittsburgh oder Nutonomy in Singapore Erfahrungen mit Passagieren zu sammeln und gleichzeitig die Angst vor den selbstfahrenden Autos zu nehmen.
Photo credit: Hannes Möseneder
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