Intel zahlt $25 Mio pro Kopf für Selbstfahringenieure mit Mobileye-Akquise

Mit dem Kauf der israelischen Firma Mobileye zeigt Intel, wie sich der Kampf um Selbstfahringenieure verschärft. 15 Milliarden Dollar gibt der Chipgigant aus, um Mobileye mit 600 Mitarbeitern zu kaufen. Der Preis pro Mitarbeiter liegt damit bei 25 Millionen Dollar. Zieht man nur die 450 Mobileye-Ingenieure ran, dann liegt der Preis pro Mitarbeiter sogar bei 33 Millionen. Natürlich kauft Intel nicht nur Talente, Mobileyes Technologie ist bereits in vielen Autos eingebaut. Der Kundenstamm ist bereits da und das Unternehmen profitabel. Und Intel will nicht wie schon im mobilen Bereich den Trend verschlafen, sondern sich als wichtiger Mitspieler etablieren.

Die meisten der Firmenkäufe in diesem Bereich geschehen, um die Talente einzukaufen. Experten zu künstlicher Intelligenz sind so stark in Nachfrage, dass die Unternehmen bereit sind jeden Preis zu zahlen. Schon Uber räumte nicht nur das Robotics- und KI-Institut an der Carnegie Mellon Universität leer indem es den Forschern dort Angebote machte, die unwiderstehlich waren, sondern zahlte für Ot.t0, ein gerade mal acht Monate altes Start-up, 680 Millionen Dollar. Bei 90 Mitarbeitern ein Pro-Kopfpreis von 7,5 Millionen. Sebastian Thrun, Godfather des autonomen Fahrens, spricht von einem durchschnittlichen Preis von 10 Millionen für einen Selbstfahringenieur.

Künstliche Intelligenz und das Wissen um Sensortechnologie und Algorithmen ist nicht nur in der Automobilbranche sehr gefragt. Auch in der Medizintechnik, der Videogamingindustrie, bei Finanzdienstleistern und Versicherungen ist das ein Thema das sich starker Nachfrage und damit der Suche nach Experten erfreut. Die meisten KI-Experten arbeiten heute bei den wertvollsten Firmen, dazu zählen Apple, Google, Facebook, Amazon und Microsoft.

Wie stark sich der Kampf um Talent und Technologie verschärft hat, sieht man auch an den anhängigen Gerichtsklagen. Tesla hat Aurora wegen Mitarbeiterabwerbung verklagt, und Google-Waymo ist mit Uber wegen Technologiediebstahl vor Gericht gezogen.

Sobald andere Unternehmen erkennen, dass sie KI-Experten und Selbstfahringenieure brauchen, ist der Markt schon leer, oder sie müssen Summen aufwenden, die über den genannten liegen.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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