Staatsanwaltschaft veröffentlicht Bericht zu tödlichem Tesla Model X Autopilot-Unfall

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Tesla Model X im Autopilotmodus auf der Autobahn 101 in Mountain View in Kalifornien im März diesen Jahres, der auch zu einem Fahrzeugbrand führte, hat die amerikanische Unfallstaatsanwaltschaft NTSB erste Ergebnisse veröffentlicht.

Die Reihenfolge der Ereignisse bis zum Unfall waren laut NTSB aus den Daten des Autopilotens dabei folgendermaßen:

  • Das Autopilot war während der 32-minütigen Fahrt vier mal eingeschaltet, dabei auch die letzten 18 Minuten und 55 Sekunden vor dem Unfall.
  • Während des letzten 18:55-Fahrsegments gab der Autopilot zwei visuelle und einen Tonalarm. Diese Alarmsignale wurden 15 Minuten vor dem Unfall gegeben.
  • 60 Sekunden vor dem Unfall detektierte der Autopilot die Hand des Fahrers auf dem Lenkrad dreimal für eine gesamte Dauer von 34 Sekunden. Die letzten 6 Sekunden konnte keine Fahrerhand auf dem Lenkrad detektiert werden.
  • 8 Sekunden vor dem Unfall folgte das Model X einem voraus fahrenden Auto mit einer Geschwindigkeit von 65 Meilen pro Stunden (104 km/h)
  • 7 Sekunden vor dem Unfall begann der Tesla nach links zu ziehen.
  • 4 Sekunden vor dem Unfall folgte der Tesla nicht mehr dem voraus fahrenden Fahrzeug.
  • 3 Sekunden vor dem Unfall begann das Model X auf eine Geschwindigkeit von 70,8 Meilen pro Stunde (114 km/h) zu beschleunigen. Es gab keine Warnung vor dem Aufprall auf den Aufpralldämpfer vor der Rampentrennung.

Bei dem Unfall wurde die 400-Volt-Lithiumionenbatterie beschädigt, die zu einem Feuer führte. Die herbeigeeilte Feuerwehr löschte den Brand mit Wasser und Schaum innerhalb von 10 Minuten. Am späteren Nachmittag brach allerdings neuerlich die Batterie in Flammen aus, als sie bereits in einem Depot gelagert worden war.

Der Aufpralldämpfer war in einer provisorischen Kurzversion angebracht, weil ein Unfall zwei Wochen vor diesem ihn schon einmal beschädigt hatte.

Model-X-Crash_3.png

Der vollständige vorläufige Bericht kann hier gefunden werden.

Hinweis: Der Tesla Autopilot ist ein Fahrerassistenzsystem erfordert die ständige Aufmerksamkeit des Fahrers und ist nicht mit einem autonomen Fahrsystem zu verwechseln.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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