Silicon Valley Gerüchte: Apple Project Titan Mitarbeiter bei NIO gesichtet

Ein Anzeichen für Kommendes sind oft die kleinen Gerüchte, die im Silicon Valley herumgereicht werden. Das Project Titan von Apple ist eines davon. Zuerst wurde davon berichtet, Apple wolle ein Auto bauen. Apple selbst bestätigte das nie. Dann gingen immer mehr Leute aus lokalen Autofirmen zu Apple, bis dann vor knapp zwei Jahren Apple viele Aktivitäten wieder runterfuhr und dieselben Ingenieure wieder in den anderen Automobilunternehmen unterkamen. Apple, so wurde rumort, wolle sich nur mehr um die Software für autonome Autos bemühen.

Als dann bei einem Kaffee vor eineinhalb Jahren mir ein Bekannter, der jahrelang bei Tesla im elektrischen Drivetrain gearbeitet hat erzählte, dass er die letzten Wochen gleich zweimal von Apple Recruitern angerufen worden war, war klar, dass Apple wieder mehr als nur Software für autonome Autos bauen wolle,

Nun verdichten sich die Gerüchte wieder mal für scheinbar weiterreichende Aktivitäten Apples, und dazu gibt es mehrere Indikationen. Zuerst einmal wechselte der ehemalige VP of Engineering für den Drivetrain bei Tesla, Michael Schwekutsch zu Apple. Dann waren die Resultate die Apple beim Disengagement-Report einfuhr (satter letzter Platz) ziemlich ernüchternd. NIO wiederum, das Elektroauto-Startup aus China mit Niederlassungen in San José (gerade mal zwei Straßen von meiner Wohnung) und in München, stellte gerade seine neue Limousine, den ET vor. Auch der NIO ES8 (ein SUV), der eigentlich nur in China verkauft wird, wurde bereits in San José gesichtet, als eines der Testfahrzeuge für autonomes Fahren. Und ja, habe ich das erwähnt? NIO entwickelt nicht nur elektrische Autos, sondern arbeitet auch daran, diese autonom zu betreiben. Weil ich um die Ecke wohne, sehe ich die Fahrzeuge immer wieder. Gleichzeitig wurde aber auch bekannt, dass NIO doch einigermaßen mit seinen Finanzen kämpft.

Und nun werden Gerüchte bekannt, dass Apple Project Titan Mitarbeiter in der NIO-Niederlassung gesichtet worden waren. Das mag einerseits nichts bedeuten, viele Firmen sprechen mit anderen, und klopfen sich gegenseitig ab. Angesichts der aufgezählten Details könnte es aber andererseits Größeres ankündigen. Kooperation? Akquise? Oder einfach nur ein paar Ingenieure auf Kaffee die über Autos reden?

Was meint Ihr?

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

1 Kommentar

  1. Unabhängig, wer mit wem, welche Beziehung oder Kooperation pflegt, in 5-6 Jahren, also um 2025 herum, die Autowelt eine gänzlich andere sein als sie sich heute präsentiert. Und es wird Auswirkungen haben, die weit über den Straßenverkehr und die Mobilität hinausgehen.

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