Ford produziert mehr elektrische als benzingetriebene Mustangs

Wer es immer noch nicht glauben mag, dass Elektroautos Verbrennungskraftfahrzeuge verdrängen, sollte sich die überraschenden Zahlen des ältesten amerikanischen Automobilherstellers ansehen. Die Ford Motor Company ließ heute durchsickern, dass seit Jahresanfang mit 27.816 Fahrzeugen bislang mehr elektrische Versionen des ikonischen Ford Mustang, dem Mach-E, produziert wurden, als von der Benzinversion mit 26.089. Damit übertraf die Fabrik in Mexiko, die den elektrischen Mustang herstellt, diejenige in Michigan, wo nur Verbrennerversion hergestellt wird.

Man muss allerdings fairerweise sagen, dass dazu auch in gewisser Weise der weltweite Chipmangel beigetragen hat. Aktuell leiden alle Hersteller an fehlenden Chips, die für die Steuerung und Kontrolle verschiedenster Bauteile in den Fahrzeugen notwendig sind. Der Engpass bei Chips trägt dazu bei, dass fast alle Hersteller ihre Produktion drosseln oder sogar zeitweise einstellen müssen. Ford hat deshalb den elektrischen Mustang priorisiert und stellt sicher, dass vor allem der elektrisch Ford Mustang bedient wird, das Werk in Michigan läuft somit nicht auf voller Kapazität und produzierte im Mai sogar keinen einzigen Mustang.

Future Angst

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Trotzdem ist das eine bedeutende Neuigkeit, weil selbst die Fans traditioneller Hersteller auf die elektrischen Versionen aufspringen und ihnen den Vorzug geben. Ford selbst erwartet dass 2030 vierzig Prozent aller verkauften Fordmodelle elektrisch sein werden. Der Bronco SUV und der Ford F150 Lightning sind die weitere Modelle, die Ford bereits anbietet oder anbieten wird.

Doch auch andere Zahlen zeigen die Popularität des Mach-E. So war er in Norwegen im Mai das bestverkaufte Fahrzeug. Es lag mit 1.384 Neuzulassungen vor dem Skoda Enyaq (795 Stück) und dem Volkswagen ID.4 (774 Stück). Norwegen gibt überhaupt den Weg in der Elektromobilität vor, dort liegt der Neuzulassungsanteil von reinen batterieelektrischen Fahrzeugen nun bei über 60 Prozent. Diesel und Benziner kommen zusammen nur mehr auf 16,3 Prozent der Neuzulassungen.

Dieser Artikel ist auch auf Englisch erschienen.

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