Lucid Air Fahrzeugvorstellung [Galerie]

Passend zum weltweiten Tage der E-Mobilität präsentierte das kalifornische Automobilstart-Up Lucid Motors offiziell sein erstes Serienfahrzeug, den Lucid Air. Dabei wurden angeführt von CEO Peter Rawlinson und seinem Executive-Team die Entstehungsgeschichte, die Leistungsdaten, die Designphilosophie, die Fertigung und Einblicke in die Zukunft gegeben.

Fertigung

Die Serienfertigung in der Fabrik in Casa Grande in Arizona soll im Frühjahr 2021 beginnen. Peter Hochholdinger, der vorher bei Audi und Tesla Produktionschef gewesen war, berichtete über die Besonderheiten der Fabrik, die auf der grünen Wiese – also eigentlich braunen Wüste – hochgezogen wird und nach Fertigstellung der ersten Phase der Fertigungshallen um die Lackiererei eine Erweiterung um den Faktor zehn erlauben wird. Es gibt für die Fabrikswerweiterung bereits einen Zehnjahresplan. Ein separater Teil der Fabrik ist die Antriebstrangfertigung.

Preis

Zuerst wird es die limitierte Version des Lucid Air Dream geben, dessen Preis bei 169.000 US Dollar liegt. Darauf folgen soll ab 2022 der Lucid Air Grand Touring, den es ab 95.000 US Dollar geben wird. Die Bestellung kann auf der Website erfolgen, die ab sofort freigeschalten und Anregungen von Videospielen nahm. Die Online-Konfiguration des Fahrzeuges können Kunden in die Lucid Studios bringen und dort dann virtuell erfahren. Das erste Lucid Studio soll außerhalb des Hauptquartiers in Newark in Beverly Hills eröffnen.

Leistungsdaten

Die Leistungsdaten des Fahrzeugs sind beeindruckend mehr als 1.000 Pferdestärken, geschätzte offizielle Reichweite gemäß EPA von 827 Kilometern (517 Meilen). Lucid beansprucht auch 15 Prozent mehr Effizienz als der nächste Mitbewerber, sowohl was den Elektromotor und die Batterieleistung betrifft. Der Elektromotor ist äußerst kompakt und liegt mit einem Gewicht von 73 Kilogramm und 760 Pferdestärken fast um einen Faktor 3 besser da als der nächste Bewerber. Die Kompaktheit des Elektromotors erlaubt Lucid in die Limousine bis zu drei Stück einzubauen, mit entsprechender Leistung.

Eine Viertelmeile schafft das Fahrzeug in 9,9 Sekunden, von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (0 – 96 km/h) kommt es in 2,5 Sekunden.

Batterien & Laden

Die große Überraschung sind die Batterien. Zwar war bekannt, dass Lucids Batterien bereits in der Formel E in allen 24 Fahrzeugen eingesetzt werden und mit einer Ladung die ganze Renndistanz schaffen. Dabei gab es bisher in mehreren Rennsaisonen auch keinen einzigen batteriebedingten Ausfall. Die Batteriezellen sind aber in wie Lego-Bausteine zusammensteckbare Module untergebracht und die gesamte Batteriearchitektur ist auf bidirekionales Laden ausgerichtet. Ein Lucid Air kann einen anderen Lucid Air damit aufladen oder bei einem Stromausfall das eigene Haus mit Strom versorgen. Die 924 Volt Batterien, das Battery Monitoring System (BMS), die kompakte thermische Management machen die Batterien zu einer leistungsstarken Komponente des Fahrzeugs. Möglich macht das alles eine zentrale Steuereinheit, die sogenannte ‚Wunderbox‘.

Die Unterseite des Batteriepacks am Fahrzeug ist übrigens leicht gekurvt, was zu einer Verbesserung der Aerodynamik und damit weniger Energieverbrauch führt. Der Dragkoeffizient cw liegt bei 0.21, der kleinste Wert bei einem Serienfahrzeug.

Lucid setzt auf eine Partnerschaft mit Volkswagens Electrify America und erlaubt den höchsten Level 3 Schnellladestandard, ähnlich wie die Tesla Supercharger.

Design & Elektronik

Alls kalifornisches Unternehmen setzt Lucid auf Farben und Licht aus dem Bundesstaat. Dabei dienen verschiedene Plätze wie Santa Monica, Santa Cruz, Tahoe und Mojave Desert und deren Farben und Licht zu bestimmten Tageszeiten als Inspiration für das Interieur.

Bedient wird das Fahrzeug über ein 5K Floating Display, sowie einer zentralen Konsole, unter der sich auch Stauraum verbirgt. Induktive Ladegeräte für Smartphones sind in der Mittelkonsole integriert, und 28 Lautsprecher mit 800 Watt Power sorgen für entsprechenden HiFi-Sound im Wageninneren. Geöffnet und überwacht werden kann das auch mittels Smartphone-App.

Gewisse Element im Fahrzeug können auch durch Spracherkennung dank integrierter Alexa gesteuert werden. Die Innenkamera kann durch Gesichtserkennung auch den Fahrer/die Fahrerin identifizieren und die Einstellungen automatisch einrichten. Insgesamt 32 Sensoren für das Fahrerassistenzsystem DreamDrive sind im Auto integriert und sind für vollautonomes Fahren vorbereitet. Aktuell kann es selbst parken.

Der Stauraum im Frunk und in Kofferraum sind wegen der kompakten Elektromotoren äußerst großzügig ausgefallen. So bietet der Frunk so viel Stauraum wie die Frunks der nächsten vier Elektroautos von Mitbewerbern zusammen genommen.

Auch auf die Beleuchtung im Inneren wie auch außen wurde viel wert gelegt. So bestehen die Frontleuchten aus sogenannten Microlense Arrays, die besonders energiesparend sind und zugleich eine hohe Ausleuchtung garantieren.

Galerie & Bonus & Videos

Bonus

Als Bonus wurde auch ein kurzer Blick auf das Projekt Gravity – ein SUV – erlaubt, den wir bereits vor einigen Wochen bei einem Photoshoot sehen konnten.

Video

Hier ist auch die vollständige Übertragung, inklusive der Frage & Antwort Session (auf Englisch)

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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