VW und Hyundai gehen mit Selbstfahrstart-Up Aurora Partnerschaft ein

Aurora, gegründet 2016 von Ex-Waymo-Entwicklungsleiter Chris Urmson, Ex-Tesla-Entwicklungsleiter Sterling Anderson und Carnegie-Mellon-Professor Drew Bagnell, sind Partner von zwei der größten Autohersteller der Welt – Volkswagen und Hyundai – geworden.

Die Partnerschaft mit dem Start-Up aus Palo Alto in Kalifornien soll sowohl Volkswagen als auch Hyundai bei ihrer Aufholjagd im autonomen Fahren helfen. Volkswagen, das durch den selbst verursachten Dieselskandal und Milliardenstrafzahlungen die letzten zwei Jahren nicht zur Ruhe kam, und Hyundai, kamen bislang nur wenig mit Selbstfahrtechnologie voran oder hatten kaum etwas vorzuweisen.

Beide Unternehmen haben dem autonomen Fahren zu wenig aufmerksam geschenkt, die bisherigen Aktivitäten glichen eher PR-Maschen zur Imagepflege. Volkswagens Technologie-Lead für autonomes Fahren Audi hat bisher mit einen Audi, der wenig mehr kann als eine Rennstrecke schnell abzufahren, nicht viel der digitalen Konkurrenz entgegenzusetzen, die Millionen von Kilometern im Stadtverkehr autonom gefahren sind. Angesichts des rasanten Fortschritts von Google-Tochter Waymo, GM Cruise oder Uber, schrillen nun aber auch bei den beiden Traditionsherstellern die Alarmglocken.

Ex-Mercedes und Ex-Apple Johann Jungwirth – im Silicon Valley auch liebevoll als JJ bekannt – hat bei Volkswagen als Chief Digital Officer einiges an Überzeugungsarbeit leisten können. Die Partnerschaft mit Aurora ist das deutlichste Zeichen bisher.

In einem Blogpost stellt Chris Urmson die gemeinsame Ziele der Partnerschaft fest, wie sie von JJ formuliert wurden:

“Unsere Vision ist ‚Mobilität für alle, bereit auf Knopfdruck‘.  Das bedeutet, dass wir Mobilität für alle Menschen um den Erdball anbieten wollen, unabhängig von deren Einkommen, und für alle Menschen mit einem Sinn für Inklusion und Zugänglichkeit. Es ist wichtig, dass Kinder, Ältere und jene mit Behinderungen Zugang haben – wir meinen wirklich Mobilität für alle.  Und diese Mobilität muss einfach sein – ‚auf Knopfdruck‘ steht für Einfachheit und Bedienbarkeit. Menschen können unsere Mobilitäts-App oder digitalen virtuellen Assistenten verwenden um ein selbstfahrendes elektrisches Fahrzeug zu bestellen, oder unseren Volkswagen OneButton benutzen der über GPS verfügt und Handyverbindung, in Form eines kleinen und schönen Schlüssels.

Mit Aurora zu arbeiten – die originalen Experten und Weltführer bei selbstfahrenden Systemen – wird uns einen riesigen Sprung vorwärts bringen in unsere Mission Weltmarktführer bei nachhaltiger Mobilität mittels selbstfahrender Fahrzeuge zu werden. Unser Ziel ist es eine neue Mobilität-als-Service (MaaS)-Lösungen mit den höchsten Sicherheitsstandards, besten Benutzbarkeit und digitaler Intelligenz zu schaffen. Für mich ist das die Neuerfindung von Mobilität und dem Automobil.“

Die Zusammenarbeit mit VW begann Urmson zufolge bereits Mitte 2017. Die Selbstfahrtechnologie soll ab 2021 in alle Serienfahrzeuge der Volkswagengruppe eingebaut werden. Dieses Jahr sollen die ersten Testfahrzeuge von Aurora und VW auf die Straßen kommen, 2019 dann mehrere hunderte, und 2020 über tausend. 2021 sollen dann in fünf Städten autonome Taxiflotten gestartet werden.

 

Zu den finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht. Sowohl Volkswagen als auch Hyundai sind in Verhandlungen mit Waymo. Letztere wäre für Volkswagen dann vor allem ein Kunde an den Fahrzeuge ausgeliefert werden, während die Partnerschaft mit Aurora der Technologieentwicklung dient.

Aurora_VW_Hyundai_04
Das selbstfahrende Aurora-Fahrzeug in schwarzer Farbe, zeichnet seinen kommenden Pfad in grün auf. Das Unternehmen entwickelt Software, die auch von menschlichen Fahrern (in grau) lernen kann und das Verhalten entsprechend anpasst.

Zu den finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht. Sowohl Volkswagen als auch Hyundai sind in Verhandlungen mit Waymo. Letztere wäre für Volkswagen dann vor allem ein Kunde an den Fahrzeuge ausgeliefert werden, während die Partnerschaft mit Aurora der Technologieentwicklung dient.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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