Teil 1 – CES2020: Mercedes

Mercedes-Benz hat sich in den letzten Jahren auf der CES nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. So wurden Verbrennungskraftfahrzeuge als die Neuigkeiten enthüllt und dem verdutzten Fachpublikum angepriesen, oder autonome Konzeptfahrzeuge vorgestellt und demonstriert, die mit Journalisten gerade mal ferngesteuert auf dem Las Vegas Boulevard gefahren wurden. Ich habe die CES-Performance des deutschen Traditionsherstellers schon ausgiebig behandelt.

Dieses Jahr hat sich zumindest eine meiner Vorhersagen nicht bewahrheitet. Ein Mercedes-Verbrennungskraftfahrzeug war auf der CES nicht ausgestellt, dafür der Mercedes EQC und zwei Konzeptautos, die so nie gebaut werden, dafür aber vor allem eines bewirken: sie locken Publikum an.

Zuerst wurde am Montag in der Abend-Keynote der Mercedes Vision AVTR vorgestellt, ein vom Film Avatar inspirierter Wagen, bei dessen Design auch der Avatar-Regisseur James Cameron mitgewirkt hat. Auffällig sind weniger die Silberfarbe oder das stromlinienförmige Design, denn dass gab es schon viele Mal in der Mercedes-Benz-Geschichte, sondern vor man die Kiemen am Heck. Ja, da sind irgendwie Kiemen oder Fischschuppen, die sich bewegen. Warum weiß keiner. Die Reifen wiederum sollen ein Fahren in alle Richtungen erlauben und sie leuchten. Lenkrad gibt’s auch keines, denn alle Konzeptautos der jüngsten Zeit sind selbstverständlich autonom Fahrzeuge.

Slickes Design, mit spartanischem Interieur, beweglichen Kiemen/Fischschuppen und Leuchtstreifen. Das war’s. Eine Nebelgranate.

Dann war zweite Konzeptfahrzeug der Mission EQS, der schon länger bekannt ist. Elektrisch, autonom, silbrig.

Und hier noch ein Video von den Leuchten.

Die zweite Vorhersage hat sich auch noch nicht bewahrheitet: nämlich dass Mercedes wieder ein „autonomes“ Konzeptauto auf dem Las Vegas Boulevard ferngesteuert vorwärts und rückwärts fahren lässt.

Zumindest bei einem Detail haben sie dazu gelernt: letztes Jahr nahmen viele Besucher den Mercedes-Stand in Beschlag, um von der Erhöhung den Bell Nexus – den aus Avatar bekannten Helikopter – besser fotografieren zu können. Das wurde dieses Jahr unterbunden, indem eine Wand zu dieser Seite eingezogen worden war. Und dahinter stand diesmal nicht der Bell Nexus, sondern ein ebenso beeindruckendes Hyundai-Uber Flugtaxi.

Hyundai-Uber Flugtaxi

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

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