Wie sich der Kollaps der deutschen Autoindustrie abspielen wird

Für kurze Zeit letzte Woche war Tesla mehr Wert als Ford und GM, und kam in Reichweite von BMW. Wie es zu dieser astronomischen Bewertung kommt, obwohl Tesla gerade mal ein Zwanzigstel des Umsatz von GM macht, haben wir bereits mehrmals diskutiert. Die Bewertung lässt eine Vorahnung zu, wie sich die nächsten Monate und Jahre abspielen werden. Vor allem, wie der Kollaps der deutschen Autoindustrie geschehen wird.

Die Signale sind sichtbar, und das deutlichste war vor einem Jahr, als Tesla beinahe 400.000 Vorbestellungen für sein Model 3 erhielt. Der iPhone-Moment für die Automobilindustrie kündigt sich mit Ansage an, und ab Juli diesen Jahres werden wir den Abgesang live miterleben. Wie also wird er vor sich gehen?

Phase 1 – Sommer 2017

Die ersten Tesla Model 3 werden ab Sommer ausgeliefert. Nach einigen zu erwartenden Anfangswehwehchen werden die meisten Probleme ausgemerzt sein und die Produktion langsam erhöht werden. Zwischen 100.000 bis 150.000 Teslas aller drei Modellreihen S, 3 und X werden am Ende des Jahres an Kunden ausgeliefert worden sein. Mit der erfolgreichen Auslieferung des Model 3 werden zum ersten Mal auch Autokunden mit knapperer Kasse durch die Medienresonanz ein Elektrofahrzeug in Betracht ziehen. Testfahrten mit Model 3 Besitzern oder bei den Händlern werden viele überzeugen. Wir werden eine Flut an YouTube-Videos und Beiträgen zu diesem Thema sehen, wie die Beschleunigung des Model 3 ist, wie der Touchscreen funktioniert, und wie die aktuellen Autopilot-Versionen ihre Fähigkeiten zeigen.

Phase 2 – Zweite Hälfte 2017

In der zweiten Hälfte 2017 wird ein serienmäßig ausgestatteter Tesla eine vollständig autonome Fahrt von Los Angeles nach New York City machen und damit demonstrieren, dass die seit 19. Oktober 2016 produzierten Teslas mit dem Autopilot Hardware Kit 2 dazu fähig sind. Zu diesem Zeitpunkt werden mindestens 100.000 Fahrzeuge mit diesem Hardware Kit ausgestattet sein. Die Autopilot-Software wird dann in den kommenden Wochen und Monaten durch Over-the-air-Updates auf die Kundenfahrzeuge gespielt werden und immer mehr autonome Fahrfunktionen zeigen. Zuerst Level 3 und auf gewissen Straßenzügen und Gebieten Level 4. Da die ausgelieferten Tesla-Modelle seit Oktober passiv Daten sammeln und mit der immer größer werdenden Anzahl an Teslas auf den Straßen eine exponentiell steigende Datenmenge an das Mutterschiff weitergeleitet werden, kann die gesamte Tesla-Flotte sehr viel schneller lernen und besser werden.

Spätestens jetzt werden die anderen Hersteller erahnen, was da passiert. Sie, die noch nicht mal sicher sind, ob Kunden überhaupt autonomes Fahren wünschen, werden panisch beginnen, ihre eigenen Modellreihen umzustellen, um die entsprechenden Sensoren einzubauen. Das wird aber dauern, da die Entscheidungen welche Sensoren und Prozessoren eingebaut werden müssen in den schwerfälligen Organisationen Zeit brauchen, und mit Lieferanten erst die Bestellungen und Konditionen ausgehandelt beziehungsweise vorgezogen werden müssen. Bis dann die ersten 3er BMWs, C-Klasse Mercedes oder Audi A4s mit diesen Sensoren ausgeliefert werden, vergehen locker zwei Jahre, wenn nicht mehr.

Teslas Marktbewertung wird bis zu 70 Milliarden Dollar erreichen und damit mehr wert sein als BMW, GM und Ford, und knapp an Mercedes dran sein.

Phase 3 – Ab 2018

Im Verlauf 2018 wird es Tesla gelingen die Produktionszahlen auf über 200.000 Fahrzeuge zu schrauben. Die Neubestellungen werden bis Endes des Jahres, angetrieben durch die ursprünglich noch Abwartenden in einer zweite Welle vermutlich nochmals bis zu 400.000 erreichen. Gleichzeitig werden die Absatzzahlen der deutschen Hersteller ein Plateau erreichen oder sogar erste Einbrüche erleiden.

Der Tesla-Autopilot wird immer sicherer, gleichzeitig wird es aber auch erste Unfälle geben. Dabei werden manche Länder versuchen, den Autopiloten zu verbieten, es wird aber kaum gelingen. Gleichzeitig werden die Untersuchungen der Autopilot-Daten der gesamten Flotte zeigen, dass die Fahrzeuge im Autopilotmodus bereits sicherer fahren und immer sicherer werden.

Im selben Jahr werden die ersten großen Hersteller, die bisher die Entwicklung von Selbstfahrtechnologie nur halbherzig oder gar nicht betrieben haben, mit Google Partnerschaften eingehen, Selbstfahrstart-ups aufkaufen, oder versuchen sich zusammenzuschließen. Letzteres wird ihnen nicht helfen, aufzuschließen, da nicht so sehr die Software, sondern die gesammelten Daten zählen, und da haben Hersteller mit großen Fahrzeugflotten exponentiell steigende Vorteile.

Teslas Marktbewertung wird 100 Milliarden Dollar erreichen. Gleichzeitig halbiert sich der Marktwert der traditionellen Hersteller. BMW und Mercedes könnten damit zu günstigen Akquisitionszielen von Apple oder Google, sofern einer von den letzteren nicht noch Tesla kauft, bevor Tesla zu teuer wird.

Mercedes, BMW, VW & Co. droht damit im besten Fall das Schicksal zu Auftragsfertigern für die digitalen Riesen zu werden.

Zum Vergleich: zu den sechs größten amerikanischen Unternehmen sind fünf digitale Unternehmen, und die sind alle an der Westküste beheimatet. Amazon, Microsoft, Apple, Facebook und Alphabet/Google. Deren Marktwert im April 2017 betrug 2.700 Milliarden Dollar. Die DAX 30 Unternehmen zusammen hatten 1.100 Milliarden Dollar an Marktwert, wobei SAP mit 100 Milliarden am höchsten bewertet war. Die deutschen Automobilhersteller haben aktuell einen Marktwert von etwas über 180 Milliarden Euro. Apple und Microsoft sind knapp über 40 Jahr alt, Amazon, Facebook und Alphabet/Google weniger als 25.

Phase 4 – 2018 / 2019

Ab 2018 / 2019 brechen die Gewinne der traditionelle Hersteller teils drastisch ein. Hersteller, die schon bisher mit hohen Kostenstrukturen und aufgeblähten Belegschaften kämpften und schwache Margen hatten wie Volkswagen werden in die Verlustzone rutschen.

Die Gebrauchtwagenpreise von selbstgesteuerten Verbrennungskraftfahrzeugen werden sinken. Deren Besitzer werden sich beim Neukauf eines Verbrenners zurückhalten und diese länger fahren, da der Eintauschwert geringer als in der Vergangenheit üblich ist. Zum selben Zeitpunkt treten die Fahrverbote für Verbrenner in den Innenstädten in Kraft.

Es kommt zu ersten Diskussionen gewisse Straßenzüge und Gebiete zu gewissen Tageszeiten nur für autonome Fahrzeuge zu erlauben. Um dem zu begegnen werden Umrüstsätze für autonomes Fahren populär werden.

In der Bugwelle von Tesla schwimmen neue Hersteller aus China und USA, die aggressiv versuchen Marktanteile zu erobern. In Deutschland gibt es keine Start-ups, die sich mit dem Bau eines sowohl autonomen als auch elektrischen Autos beschäftigen.

Die ersten kommerziellen Sharingmodelle für autonome Fahrzeuge kommen auf den Markt. Angeführt von Tesla, Google-Waymo und vielleicht Uber wird Fahrzeugbesitz weniger attraktiv werden.

Phase 5 – 2020 bis 2022

Ab ca. 2020 bis 2022 werden Volkswagen und andere Hersteller gezwungen sein, Tafelsilber zu verkaufen, um noch die Umstellung auf E-Antrieb und autonomes Fahren zu finanzieren und beschleunigen. Hersteller wie Volkswagen und Mercedes müssen daraus auch noch den zwischenzeitlich gerichtlich erzwungenen Schadensersatz wegen des Dieselskandals zahlen und finanzieren.

Gleichzeitig wird es zu Arbeitskämpfen kommen, da bei jedem Hersteller ein Drittel der Belegschaft abgebaut werden muss. Nämlich diejenige, die Aggregate und alles drumherum baut. Wir reden dabei von einer Entlassungswelle, die alleine in Deutschland innerhalb von weniger als fünf Jahren an die 300.000 Mitarbeiter betreffen wird.

Wirtschaftlich und politisch wird es keine Möglichkeit geben, diese Entlassungen abzuwenden. Deutschlandweit wird es zu Streiks kommen. Gewerkschaften und Betriebsräte werden zwar hart kämpfen, sie werden aber verlieren.

Während deutsche Hersteller sich an den internen Kämpfen zerreiben, marschieren Tesla, Google & Co munter voran und besetzen den Markt. Tesla ist jetzt der wertvollste Autohersteller der Welt.

Zu diesem Zeitpunkt ist in Deutschland der Umstieg aller Taxis auf Elektrofahrzeuge beinahe abgeschlossen. Sie sind billiger, leiser, weniger wartungsanfällig und dürfen in alle Zonen fahren, wo Verbrenner Fahrverbot haben.

Der Privatbesitz von Autos sinkt, immer mehr Menschen steigen auf die billigeren und bequemeren Robotertaxidienstleister um. Damit sinken die Produktionszahlen von Herstellern, die diese Kombination nicht anbieten können.

Phase 6 – Um 2025

Spätestens 2025 sind von den drei großen deutschen Herstellern zwei verschwunden oder haben ihre Eigenständigkeit verloren. Die Marke Volkswagen ist weg, Mercedes und/oder BMW wurden von einem der digitalen Riesen gekauft.

Von den 2017 deutschlandweit 250.00 Taxifahrern, 540.000 Lastwagenfahrern und 21.000 angestellten Fahrlehrern sind um 2025 zwischen 50 und 80 Prozent überflüssig geworden. Von den 100.000 Tankstellenmitarbeitern werden weniger als die Hälfte beschäftigt sein, Werkstätten werden bis zu 70 Prozent weniger Umsatz haben als 2017.

Es dürfen keine neuen Benzin und Dieselfahrzeuge mehr verkauft werden.

Phase 7 – Um 2030

Nach 2025 ist der Gebrauchtwagenmarkt für Verbrenner tot.  Um 2030 wird manuelles Fahren in vielen Städten verboten sein, nur mehr autonome, elektrische Fahrzeuge dürfen sich dort bewegen. Es gibt keine öffentlichen Nahverkehrsmittel mehr, diese werden zurück gebaut und vollständig durch Robotaxis abgedeckt. Der Rückbau von Straßen, Straßenschildern, Ampelanlagen, Parkplätzen und Parkhäusern beginnt.

Die letzte Person macht einen Führerschein.

Nachwort

Vielleicht (hoffentlich?) wird sich nicht alles so abspielen, aber das Meiste droht uns genau so, wenn wir es nicht schaffen uns umzustellen und diese Herausforderungen so rasch als möglich anzugehen. Momentan – speziell nach einem Rekordjahr für die deutsche Autoindustrie jedenfalls – sieht es nicht so aus, als ob diese existenzielle Gefahr erkannt wird.

Dieser Beitrag ist auch auf Englisch erschienen.

51 Comments

  1. Es wird sich vieles ändern, entweder sind wir dabei, wenn wir jetzt endlich mal nachdenken oder wir werden dabei sein wie es keiner will: Verlustreich und Hilflos.
    Sven aus Deutschland (1000 Euro für Model 3 angezahlt, aus Interesse)

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  2. Ausgezeichnet analysiert, ich kann es kaum erwarten bei der täglichen Fahrt ins Büro noch eine Runde zu schlafen und das Auto machen zu lassen 😉

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    1. Herr Herger lebt in den USA, dem Sillicon Valley. Das ist der Nabel der Welt, da braucht es keine Chinesen die den Elektrokram für die Amis zusammenbauen. China ist doch nur ein kleines, unbedeutendes Land mit wenigen Einwohnern, deshalb taucht es auch nicht in seinem Fantasieroman auf. Die USA sind doch great again, wie man an Detroit sieht. Apple lässt alles in den USA produzieren, die anderen Firmen haben auch niemals etwas in den Billiglohnländern Mexiko oder China fertigen lassen, alles nur in den USA. Denn Herr Herger lebt in den USA, dem Nabel der Welt, dort ist alles great again und deshalb ist sein Wunschdenken bald Realität!

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  3. Für uns Stadtforscher birgt die von Ihnen geschilderte Entwicklung das erfreuliche Szenario der zukünftigen, realen Entwicklung des städtischen Raumes. Selbstfahrende Autos benötigen keinen innerstädtischen oder individuell zugeordneten Parkraum mehr, denn sie parken sich selbst wie Kücken im Nest am Stadtrand, gestapelt in Parkbäumen, und kommen brav nach Ruf oder Verabredung zum Treffpunkt. Jedes parkende Auto in der Stadt benötigt etwa 25 Quadratmeter Fläche, etwa die Hälfte dessen, was ein Mensch als Lebensraum im verdichteten Innerstädtischen Raum braucht. Fallen zwei Parkplätze weg, entsteht Lebensraum für einen neuen Stadtbürger, der vormals Pendler war, also Ressourcenvergeuder (Zeit, Raum, Energie, versiegelte Oberflächen etc…). Das automative Fahren sichert die Zukunft nachhaltiger Stadtentwicklung und damit nachhaltigen Lebensraumes.

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    1. Dann wirst Du mein im Juni/Juli erscheinendes Buch noch mehr zu schätzen lernen, da ich dort noch ausführlicher auf die Auswirkungen auf urbanen Raum eingehen werde und mit Zahlen untermauert habe.

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      1. Mit Fantasiezahlen untermauert?
        Mit fehlenden Antworten darauf, wie die Elektromobile betankt werden sollen?
        Tolles Buch, muss ich mir nicht kaufen, wenn dort nur Träumereien stehen!

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  4. Tolles Märchen. Hätte sich vor 35 Jahren sicher gleich gelesen.
    Wer wird das ganze übrigens finanzieren, wenn die Hälfte der Leute arbeitslos ist und die „günstigen“ Hersteller wie VW bankrott sind und keine Autos mehr verkaufen?
    2025 wird nicht viel anders aussehen wie 2017 oder 2007. In solchen Zeiträumen ändern sich vielleicht Smartphones oder Social Media Seiten, aber nicht die Wirtschaft.

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    1. Du hast eben keine Visionen, wie Herr Herger. Denn der muss es wissen, lebt er doch für die Elektromobilität. Und wer nicht so geistreich wie er ist, der versteht halt nicht, dass 30 Millionen Mieter in Deutschland ihr Auto über Nacht an den bald millionenfach vor den Haustüren stehenden Ladestationen aufladen können.
      Wie Herr Herger auf die Erfindung des Automobils und die Pferdekutschen hingewiesen hat, so muss doch jedem einleuchten, dass damals ebenfalls Arbeitsplätze durch die Automobilindustrie verlorengegangen sind und es dadurch sich jeder leisten konnte ein Auto zu kaufen.
      Immerhin gab es 1906, 20 Jahre nach Erfindung des Automobils auch keine Pferdekutschen mehr, sondern ALLE Menschen fuhren Autos. Schließlich gab es 1906 schon einen Fahrzeugbestand von weniger als 300.000 Stück, das reichte vollkommen aus. Immerhin gab es 1906 ja nur 1,6 Milliarden Menschen und durch das Carsharing konnte somit jeder seine Pferde erschießen, zu Fleisch verarbeiten und mit einem Automobil durch die Gegend tuckern. Ja, Herr Herger hat absolut Recht mit seinen obigen Annahmen. Wer was anderes erzählt, der hat die Elektromobilität eben nicht verstanden. Schließlich sind wir alle dumm, nur Herr Herger ist schlau!

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  5. Bei weltweit 90 mio. kfz Neufahrzeugen in 2016 wird wohl kaum 2018/19 die Verbrennerwelt mit einer Elektroflotte von 500-1Mio. Autos kaum weh getan. Insgesamt wird es zwar so kommen aber Phase 4 wahrscheinlich ers4t so um 2030.

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  6. Ich finde diesen Beitrag extrem gut gelungen! Sicher an der einen oder anderen Stelle etwas heftig. Dies wird uns Deutsche hoffentlich etwasaufwecken. Ich persönlich denke, dass BYD auch eine große Rolle in der Zukunft spielen wird.

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  7. Das ist ein Scenario mit vielen interessanten Aspekten und Anreizen. Klasse!

    Allerdings enthält es einige Annahmen, über deren Korrektheit mal länger diskutieren kann. Beispielsweise wird unterstellt, dass sich die deutsche Automobilindustrie nicht oder nicht in ausreichendem Maße um die Technologie zum selbstfahrenden Fahrzeug kümmert. Das mag ich bezweifeln, da ja auch entsprechende Funktionen für das autonome Fahren im Stau und auch auf der Autobahn bereits in naher Zukunft angekündigt sind.

    Weiterhin ist es sicherlich korrekt, dass es in Deutschland keine StartUps gibt, die komplette autonome Fahrzeug entwickeln. Allerdings gibt es einige, die sich um die Bereitstellung entsprechender Komponenten kümmern und damit aus StartUp-Perspektive durchaus die Technologien fördern.

    Insgesamt aber ein spannendes Scenario. Super!

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    1. Bernhard, da du dieses Wort so gerne benutzt, solltest du auch wissen, wie man es korrekt schreibt! Es wird Szenario geschrieben! Ansonsten verfasse deinen Text in Englisch, wenn du selbst die einfachsten deutschen Wörter nicht beherrschst!

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      1. Wenn Deine einzige Kritik die korrekte Schreibweise eines Wortes ist, dann hast Du fachlich eigentlich gar nix zu sagen. Dann lass bitte diese Posts hier sein.

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      2. Wenn ich fachlich nichts zu sagen habe, wieso werden dann meine fachlichen Fragen, die mit Zahlen untermauert wurden und die jeder nachlesen kann, nicht mit fachlichen Argumenten beantwortet?
        Ich möchte doch nur wissen, wie 30 Millionen Autofahrer in Deutschland ihr Auto nachts auftanken können, obwohl es dafür keine geeignete Infrastruktur gibt. Dass die Umrüstung einer Straßenlaterne Geld kostet und bezahlt werden muss, ist ja wohl zweifelsfrei. Dass es nicht überall Parkplätze gibt, die mal eben so mit einer Ladestation ausgestattet werden können ist ebenso logisch. Aber Argumente von Ihnen habe ich keine gehört. Stellen Sie doch mal eine Rechnung auf.
        Meine simple Rechnung lautet so:
        30 Millionen Parkplätze auf der Straße mit einer Lademöglichkeit austatten kostet ca. 5.000 EUR pro Ladestation. Gesamtkosten ca. 150 Milliarden EUR. Klar, das schüttelt der deutsche Staat mal eben so aus den Ärmeln oder die Autokonzerne finanzieren das. Zudem würde der Umbau ja auch nur ein paar Jährchen dauern.
        Alles in allem sind ihre oben genannten Zeiträume unrealistisch und somit Träumereien eines Enthusiasten!

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      3. Tja, das ist wenn man so wie Pferdekutschen denkt. Autos kann nie funktionieren, es gibt doch keine Tankstellen, aber jede Menge Relaisstationen für Pferde.
        Eine Ladestation kostet zwischen 3.000 und 7.500 Euro, eine Tankestelle: ab einer halben Million aufwärts und nicht überall. Ladestationen können fast überall hingestellt werden.
        Japan hat bereits heute mehr Ladestationen als Tankstellen. Gibt es übrigens 30 Millionen Tankstellen in Deutschland? Nein, es gibt gerade mal 14.000 Tankstellen für 43 Millionen Autos.
        Mit Sharingmodell brauche ich gerade mal 1/10 der Autos.
        Also bevor Du solche Milchmädchenrechnungen mit alter Denke machst, recherchiere selber mal.

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      4. „Gibt es übrigens 30 Millionen Tankstellen in Deutschland? Nein, es gibt gerade mal 14.000 Tankstellen für 43 Millionen Autos.“
        Benötigt ein Verbrenner 8 Stunden oder 3 Minuten um vollgetankt zu werden?
        Wenn mein Verbrenner vollgetankt ist, kann ich dann damit reale 380km fahren oder 1.000km?

        „Eine Ladestation kostet zwischen 3.000 und 7.500 Euro“
        Deshalb ja auch mein Mittelwert von 5.000EUR pro Ladestation!
        Tja, Herr Mario Herger, ich habe Sie offensichtlich vorgeführt!
        Sie schreiben davon, dass die Elektromobile hauptsächlich zu Hause aufgeladen werden, was über Nacht geschehen soll. Da aber 30 Millionen Autos nicht über die entsprechende Ladeinfrastruktur verfügen, muss also die nötige Infrastruktur für teures Geld gebaut werden, eben die von mir in den Raum geworfenen 150 Milliarden EUR alleine in Deutschland!

        Und ich warte immer noch darauf, wie es sich mit den Laternenparkern verhält und wieso sich ein Geringverdiener ein um 20-40% teureres Auto kaufen soll.
        Komisch, auf diese Punkte gehen Sie absolut nicht ein, offenbar weil Sie genau merken, dass ich Recht habe und Sie meine Argumente nicht entkräften können. Bevor Sie das zugeben, schweigen Sie sich lieber zu dem Thema aus.
        Danke, dass Sie mich bestätigen und mir und allen anderen Menschen aufzeigen, dass Ihr obiger Artikel fernab jeglicher Realität ist!

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      5. Zunächst würde ich gern mal folgendes zu bedenken geben. Es geht um den Kollaps der deutschen Automobilindustrie. Das ist nicht (!) gleichbedeutend mit dem deutschen Markt für Neufahrzeuge. Unser deutsche Wirtschaft ist deshalb so stark, weil wir im Export sehr gut sind. Das gilt auch für Autos. Warum bringe ich das an? Weil das bedeutet, das der Kunde in Deutschland ggf. nur einen geringen Teil der Entscheidung trifft. Selbst wenn in Deutschland keine eFahrzeuge oder autonomen Fahrzeug verkauft würden, dann wäre da z.B. noch China mit jährlich ca. 20 Mio und USA mit 17 Mio Neuzulassungen (zum Vergleich Deutschland 3,3 Mio neu zugelassene Fahrzeuge / Europa knapp 14 Mio Neuzulassungen). Auf diesen anderen Fahrzeugmärkten setzen die deutschen Automobiler gewaltigte Margen ab. Das geht nur, wenn wir deren Forderungen und Wünsche auch erfüllen können.

        Weiterhin gibt es – und da bin ich mir nicht ganz sicher – ca. 15 Mio Einfamilienhäuser in Deutschland. Hier müsste man nun mal recherchieren, wieviele davon mind. ein Auto besitzen. Die könnten entsprechende Ladestationen installieren und damit auch über Nacht ihr eFahrzeug laden. Der Anreiz dafür müsste natürlich der günstigere Kraftstoffverbrauch sein.

        Eine Rechtfertigung für die höheren Anschaffungskosten eines eFahrzeugs kann ich leider derzeit auch nicht bieten. Ganz im Gegenteil, hier ist mir unklar, warum man sich für ein eFahrzeug entscheiden sollte. Es sei denn, wie im Beispiel chinesische Großstädte, es gibt Fahrverbote für Verbrennungsfahrzeuge aufgrund von Smog. Die Probleme sehe ich allerdings nicht zu weit verbreitet.

        Aktuell entsteht der hohe Preis für eFahrzeuge vor allem aus drei Gründen: Das sind 1.) die hohen Herstellkosten für Batterien und 2.) die noch nicht eingespielten Prozesse beim Bau von eFahrzeugen und 3.) die noch geringen Stückzahlen. Alle drei Probleme sind typische Startprobleme bei der Entstehung neuer Technologien. Sie könnten in den nächsten Jahren abnehmen und damit die Preise für eFahrzeuge stark senken.

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  8. Ja schöner Beitrag. Einen Strukturwandel wird es sicher geben. Das Interesse an individueller Mobilität wird dabei eine entscheidene Rolle spielen. Diese physiologische Randbedingung ist für mich am wenigsten kalkulierbar. Weiterhin bleibt abzuwarten wie E-Mobilität außerhalb der Megacities angenommen wird.

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  9. Das wäre ein sehr negatives Szenario für die deutsche Automobilindustrie. Ich glaube nicht, dass es so kommen wird da auch in D zehntausende Ingenieure bei VW, BMW, MB & Co an dem Thema dran sind. D ist und war bei Innovation nie weit vorne aber das Automobil ist das deutsche Exportprodukt und damit immens wichtig für den Wohlstand in diesem Land. Ein massiver Einbruch des Automobilsektors würde das geringe Wohlstandsniveau in D (verglichen mit den restlichen west- und nordeuropäischen Ländern) noch stärker absinken lassen. Das kann sich D sicherlich nicht leisten, da wir in vielen anderen Bereichen (Computer, Internet, Software, DSLR, Hifi, …) längst keine Rolle mehr spielen. Ich hoffe nicht das D auch noch beim Automobil den Anschluss verlieren wird. Was wollen wird der Welt denn sonst noch verkaufen (Brot & Bier wird nicht reichen) und High-Tech ist in diesem Land schon fast selten.

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  10. Sie sollten im CAR Institut bei „unserem“ selbsternannten Autoguru anheuern. Die derzeitige Elektroblase macht erst dann Sinn, wenn man in kürzester Zeit und überall „tanken“ kann, der Autopilot funktionieren würde und wir die Gewinnung von Strom auf eine umweltfreundliche Ebene bringen würden. Derzeit schadet das Elektroauto mehr denn ein gewöhnlicher Benziner. Aber das macht nichts, denn „bei mir kommt der Strom aus der Steckdose“.

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    1. Tanken wird man bei Elektroautos vor allem zu Hause. Wer das nicht versteht, versteht Elektro nicht.
      Der Autopilot ist heute bereits 40% sicherer als menschliche Fahrer.
      Und ja, Fakten zum Thema „Schaden“ sieht man täglich in den Berichten von den x-Fach höheren Werten, die Benziner und Diesel emittieren. Aber es tut saugut von der „Elktronlase“ zu reden und Benziner und Diesel zu verteidigen, weil dann klingt man so furchtbar schlau und kritisch, der alles durchschaut hat.

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      1. Mario, wie soll denn der Bewohner einer Mietskaserne zu Hause Strom tanken? Und auch die Eigenheimsiedlungen sind nicht fürsElektroladen geschaffen, da müssten Investitionen in Höhe von vielen Billionen in die Netze passieren um das zu ermöglichen wenn eder dort seinen Tesla laden will.
        Wer soll das bezahlen und vor allem wofür?
        Du siehst doch an der sog. „Energiewende“, dass es eben nicht funktioniert und sich nur einige wenige Subventionsabzocker die Taschen voll machen?
        Warum sollen wir den Unsinn noch einmal wiederholen?

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      2. Wie tanken die überwiegend in einer Mietwohnung lebenden Menschen ihr Auto denn zu Hause auf? Lege ich mir aus dem 8. Stock ein 320 Meter langes Stromkabel zu meinem um die Ecke stehenden Elektrowagen und hoffe darauf, dass mir niemand den Strom klaut?
        Wo bleibt der Kostenvorteil eines Elektroautos, wenn dieses bereits in der Anschaffung 20-40% teurer als ein Verbrenner ist und zusätzlich noch eine Schnellladestation für 5-15.000€ zu Hause gebaut werden muss?
        Der Beitrag strotzt leider nur so vor tollkühnen Erwartungen, blendet aber die Realität größtenteils aus. Von daher ist Ihr Argument, dass das Elektroauto vor allem zu Hause „betankt“ wird, unsäglich! Deutschland ist ein Land der Mieter. Hier haben die wenigsten Leute ein Eigenheim, die dazu passende Garage und die nötige Ladeinfrastruktur!
        Ihre Ausführungen sind insgesamt interessant, aber Sie vernachlässigen auch einige wichtige Faktoren, wie die von mir oben genannten!

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      3. Nun ja, wenn Bertha Benz so wie heutige Deutsche gedacht hätten, dann wäre sie nie mit dem Auto von Mannheim nach Pforzheim gefahren, weil es keine Tankstellen gab.
        Deine Auflistung des Problems mit Kritik ist so eine typische deutsche Reaktion. Anstelle zu fragen „Hmmm, wie können wir es machen?“ wischt Du das gleich als unmöglich weg. Die Chinesen zeigen uns vor, wie man das machen kann, wenn man das Problem wirklich lösen will. Innerhalb von einem Jahr fast 3.000 Ladestationen aufgestellt um die in einem Jahr komplett von Verbrenner auf Elektro umgestellten Fahzeuge zu versorgen.
        Wo ein Wille, da ein Weg. In Deutschland ist nur der Wille Gründe zu finden, warum etwas nicht gehen kann. Deine Antwort beweist die Aussage des Artikels, warum die Deutschen da nicht mehr mitspielen werden.

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      4. Keine Antwort auf die Fragen, sondern nur ein lächerlicher Verweis auf Bertha Benz. Das Elektroauto gab es schon vor über 100 Jahren, es hatte sich damals nicht durchgesetzt und das Konzept wird nun nach einem Jahrhundert wieder aufgewärmt.

        Also, was ist nun mit den ca. 30 Millionen Autofahrern, die in einem Mietshaus leben (also nicht über Nacht den Strom tanken können und deren Arbeitgeber keine Ladestation haben, u.a. weil es sich um Selbstständige, Heimarbeiter, Zweitwagenfahrer und ärmere Menschen handelt, die nicht bereit/in der Lage sind 20-40% mehr Geld für ein Elektromobil auszugeben)?
        Das durchschnittliche Fahrzeugalter in Deutschland beträgt 9 Jahre! Also wird es mindestens 9 Jahre dauern, bis ein Austausch der Gebrauchten hin zu einem Elektromobil stattfindet. Selbst dann werden Verbrenner immer noch günstiger sein als Elektromobile, also wird es immer einen Anteil an Käufern geben, die sich kein Elektromobil kaufen werden.
        Bis auf unsachliche Polemik habe ich keine Argumente gelesen, sondern nur Beweise dafür, dass es eben nicht so kommen wird, wie in dem Artikel beschrieben.
        Ja, der Umbruch wird irgendwann kommen, aber sicher nicht in dem zeitlichen Rahmen der oben aufgeführt wurde. Es ist einfach fernab jeglichen Realismus. Zudem gibt es eine immer stärkende Fangemeinde von Oldtimern. Bestand in Deutschland an angemeldeten Fahrzeugen fast 400.000. Diese Autos werden nicht verschwinden und gegen Elektromobile ausgetauscht! Hinzu kommen weitere Oldtimer, die eine Wertanlage darstellen und nur sehr selten bewegt werden, auch diese werden nicht ausgetauscht.

        Was ist nun also mit Argumenten, wie über 30 Millionen Autofahrer ohne Möglichkeit über Nacht oder während der Arbeitszeit ihr Elektromobil aufzutanken dazu bewegt werden, einen praktischen Verbrenner gegen ein unpraktisches Elektromobil einzutauschen? Noch dazu kommen die finanziellen Möglichkeiten. Selbst mit Förderung sind Elektromobile 20-40% teurer als Verbrenner und von daher können es sich die meisten Menschen eben nicht leisten (die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander!).
        Ich warte auf Argumente und keine billige Polemik und auf Wunschdenken!

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      5. „Mario Herger
        2017-04-24 um 17:08
        Tanken wird man bei Elektroautos vor allem zu Hause. Wer das nicht versteht, versteht Elektro nicht.“

        Mario Herger versteht offensichtlich nicht, dass die nötige Infrastruktur sehr viel Geld kostet und bringt keine belastbaren Zahlen und Fakten zu meinen Argumenten.
        8 Stunden Ladezeit über Nacht, damit ich mit dem Elektromobil 150km fahren kann, gegenüber 3 Minuten tanken eines Verbrenners um mit diesem 1.000km zu fahren. Wenn ich meine Eltern also besuchen fahre, Entfernung 120km, dann MUSS ich also mindestens 6 Stunden bei ihnen bleiben, damit ich auch wieder nach Hause fahren kann. Klingt wirklich toll! Oder wenn ich abends nach Hause komme und es tritt ein Notfall ein, dann warte ich erstmal 2 Stunden, damit ich ins 40km entfernte Krankenhaus fahren kann, super!

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  11. Sorry, eine Frage:
    Meinst Du den Unfug wirklich ernst?
    Oder ist das eine Satire?

    Wollen wir wetten, dass es auch in 10 Jahren noch keine „selbstfahrenden Autos“ gibt?
    Und zum Elektroantrieb: Dass er nicht funktioniert, auch mit milliardenschweren Staatssubventionen nicht, sollte doch zu Denken geben, oder?
    Die Elektrowende wird genauso an den Grenzen der Physik scheitern wie der Schildbürgerstreich „Energiewende“.
    Sorry, dass ich dein Luftschloss jetzt so zerstören musste…

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    1. Sag, liest Du eigentlich meinen Blog? Hast Du verstanden, dass bereits heute im Silicon Valley 130+ selbstfahrende Autos von 30+ Anbietern herumfahren? Gerade hat Waymo gesagt, dass seit zwei Monaten 100 selbstfahrende Autos mit Gästen in Phoenix in Arizona herumfahren? Und dass es mindestens 5 autonome Taxiflotten gibt?
      Ja, in Deutschland gibt’s das alles nicht, weil die deutschen Hersteller der eigenen Bevölkerung einreden, was alles nicht geht. Die USA und China kümmert das nicht, die tun einfach.

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      1. Von 150 Millionen Autos in den USA sind also ganze 300 + X autonom fahrend, wow!
        Wieder der unrühmliche Verweis auf Deutschland, wo ja alles gar nicht möglich ist, weil Deutschland so rückständig ist. Komisch, dass in diesem rückständigen Deutschland die wichtigsten Autohersteller der Welt sitzen und dass in Deutschland das Automobil erfunden wurde.
        Wie sollen die 40-50% der Menschen denn bitte ihr Auto auftanken, die keine Ladestation zu Hause und auf der Arbeit zur Verfügung haben? Soll an jeder Straßenlaterne ein Stromkabel hängen? Hm, es gibt nicht an jeder Straße wo Autos parken Strom. Es würde Billionen Dollar kosten jede Straßenlaterne mit einem Stromkabel auszustatten. Das Elektromobil müsste günstiger sein als ein Verbrenner, damit es sich lohnt für Geringverdiener einen zu kaufen.
        Ich warte auf eine Rechnung, wer dies alles bezahlt und wie lange es dauern würde, alle Parkplätze mit einer Ladestation auszustatten.

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      2. Ich finde die Anzahl an autonomen Fahrzeugen schon beachtlich in den USA! Wir reden natürlich über Prototypen, die nicht für den Endverbraucher bestimmt sind. Aber sie sollen die Technologie nach vorne treiben, indem sie möglichst vielen Fahrsituationen ausgesetzt werden und letztlich Stück für Stück Möglichkeiten herbeigeführt werden, autonome Fahrzeuge sicher auf die Straße zu bringen. Diese gewaltige Anzahl an Prototypen haben wir nicht annähernd in Deutschland.

        Die Frage danach, warum autonome Fahrzeuge nützlich sind, liegt meines Erachtens auf der Hand. Das autonome Fahrzeug lässt es zu, dass wir Zeit gewinnen oder im Fall von autonomen „Taxi-Flotten“ Personal einsparen. Auch das ist letztlich ein Zeitvorteil eben nur im Geschäftsbereich. Der Zeitvorteil kann sich wirtschaftliche extrem auswirken, wenn plötzlich vor allem Firmenwagenfahrer diese gewonne Zeit zum Beispiel beim autonomen Fahren im Stau nutzen können. Über Zeit im Stau gibt es viele Studien. Zum Beispiel waren es 2011 mehr als 30 Stunden durchschnittlich bei deutschen Autofahrern. Das entspricht also ca. 4 Arbeitstagen. Hier könnte man jetzt mal abschätzen, wie hoch die Auswirkung auf das BSP wäre, wenn diese Zeit nutzbar gemacht werden würde. Dann hätte man einen klaren Beitrag einer autonomen Fahrfunktion im Staufall. Und es gibt weitere Fälle für das autonome Fahren, in denen die Technologie vergleichsweise einfach eingesetzt werden könnte und ebenfalls Zeit eingespart werden kann.

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      3. Das sind ja nur die Autos in Kalifornien, und zwischenzeitlich ist die Zahl schon bei 180. Und dann kommen noch die Autos in Arizona hinzu, alleine dort 100+, und 500 sollen hinzukommen alleine von Google, GM will 300 hinzufügen, dann nuTonomy in Boston, GM und Ford in Michigan, Nevada hat 5+ Hersteller die dort testen etc. Und die Google Fahrzeuge sind zum ersten Mal in den Händen von Endkunden.

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      4. Erzählen sie doch keine Blödsinn selbstfahrende Autos auf öffentlichen Straßen sind in den USA enauso wenig erlaubt wie in Deutschland´. Und das Teslas sogenannter Autopilot in Wahrheit nur ein Fahrassitenssystem ist steht im kleingedruckten der Betriebsanleitung von Te4sala

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      5. Liest Du eigentlich meinen Blog? Dann wüsstest Du, dass dort schon mehr als 130 Autos in Kalifornien alleine herumfahren?

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    2. Wie sieht es denn mit dem Stromnetz in den USA aus? Ist dieses für den erhöhten Energiebedarf von Elektromobilen gerüstet?
      Siehe hierzu ein fast 15 Jahre alter Artikel zu den maroden Netzen der Amis:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/us-blackout-stromnetz-wie-in-der-dritten-welt-a-261317.html
      Mittlerweile dürfte sich dies nicht gebessert, sondern eher verschlimmert haben. Bei den Amerikanern stehen also mehrere Billionen Dollar Investionen an, damit der erhöhte Strombedarf gedeckt werden kann.
      Wie sieht es denn mit diesem Argument aus? Gehen Sie darauf ein, Herr Herger? Oder lassen Sie das auch wieder unter den Tisch fallen, damit ihr Kartenhaus nicht zusammenfällt?

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  12. China bildet auch ein sehr gutes Umfeld für eMobilität. Das liegt einfach daran, dass deren Städte seit Jahren in einer Dunstwolke untergehen und sie sich Wege überlegen müssen, wie sie dem Smog Herr werden. Da können eFahrzeuge extrem helfen. Natürlich lösen sie nicht das gesamte Problem, aber können einen großen Beitrag leisten.

    In Deutschland haben wir diese Notlage bisher nicht. Und wir haben bisher auch keine „Notlage“, die durch das autonome Fahren gelöst werden könnte. Damit pusht auch keiner wirklich die Technologien. Aber Deutschland ist nicht der Nabel der Welt, wenn auch nicht ganz unwichtig auf der Welt. Wir profitieren sehr stark vom Export und sollten uns einfach deshalb um diese Technologien kümmern. Auch das kann ein Motivator sein.

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    1. Und weil die Chinesen ja alle pro Jahr mindestens 100.000EUR verdienen um sich ein Elektromobil leisten zu können, stürzen die sich wie verrückt auf Elektromobile. Oh, moment! Die Chinesen verdienen im Durchschnitt nur 7.000EUR, müssen also für ein vollwertiges Elektromobil ca. 20 Jahre sparen. Ja, das klingt total schlüssig, dass die Elektromobile in 5 Jahren China beherrschen werden. Dann bauen die Chinesen in ihrem riesigen Land auch mal eben 100 Millionen Ladestationen, damit auch jeder überall tanken kann, über Nacht.

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      1. Hier hilft momentan die Regierung Chinas mit einem gewaltigen Anreizsystem nach. Aktuell gibt es sogar Verhandlungen mit der deutschen Automobilindustrie und der chinesischen Regierung, die Ziele niedriger zu stecken. Warum? Weil die deutschen Automobiler die ehrgeizigen Ziele der Chinesen nicht bedienen können und damit um den Verlust chinesischer Marktanteile fürchten.

        Allerdings muss man hier auch beachten, dass die chinesische Wirtschaft anfängt aufgrund des zu hohen Plananteils in ihrem Wachstum stark abnimmt. Das könnte natürlich auch entsprechende Entwicklung in den nächsten 10 Jahren verlangsamen.

        Weiterhin muss eine Einführung von eMobilität (oder auch anderen Fahrfunktionen mit teurer unterliegender Technologie) nicht von unten (Kunden mit geringerem Haushaltseinkommen) nach oben erfolgen. Wir erleben eher immer wieder die Einführung von oben. Und das lässt sich auch staatlich sehr gut regeln, indem beispielsweise bestimmte Fahrspuren zu bestimmten Zeiten nur von eFahrzeugen oder auch autonomen Fahrzeugen befahren werden dürfen. Ist auch eine Variante, die in den USA völlig normal und akzeptiert ist.

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  13. Okay, Herr Herger ist wohl zu beschäftigt um seinen Blog zu pflegen und vor allem um mal sinnvolle Antworten auf mit Zahlen und Fakten untermauerte Fragen zu liefern. Dann viel Spaß noch in Ihrer Fantasiewelt, ich bin hier wieder weg und lösche das Lesezeichen.
    Es macht keinen Sinn mit jemanden zu diskutieren, der nur hohle Phrasen drischt, die nichts mit dem Thema zu tun haben und der andere Menschen als dumm darstellt, obwohl diese Menschen Beweise für ihre Thesen liefern.

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  14. Als ich 2012 die Welt mit einem Tesla Roadster umrundete (www.80edays.com/genesis-2012) sprach ich davon, dass deutsche Automarken verlieren werden und schätzte Opel als ersten Kandidaten. Man lachte mich aus – auch meine näheren Verwandten 😉 Nun ist meine Prognose schneller wahr geworden als ich selber dachte, Deutschland hat den ersten Traditions-Markennamen verloren. Weitere Marken werden Federn lassen oder sogar folgen das ist sicher so wie auch, dass sich in Deutschland eine neue Wirtschaftskrise droht, wenn nicht sofort also am besten gestern die Produktion von Elektroautos anläuft. Ich drücke die Daumen, denn wenn Deutschland in die Knie geht, reisst das meist ganz Europa runter.

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    1. Wo hat Deutschland eine Traditions-Markennamen verloren ? Traditions-Markennamen hat dem USA Konzern GM Opel abgekauft, den die Amis heruntergewirtschaftet hatten

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  15. Ob und wie stark und wie schnell das geschilderte Szenario Realität wird, wird man sehen – Zukunftsprognosen treffen selten punktgenau zu, weder in der einen noch in der anderen Richtung, und diesen Anspruch erhebt der Artikel vielleicht auch nicht. Ich denke, der Trend ist richtig erkannt. Der gebetsmühlenartige Verweis auf die Ladestationen geht m.E. ins Leere, denn es gibt auch Szenarien wie Austauschbatterien, Autos als mobile Stromspeicher in Städten und womöglich gänzlich andere Speichertechnologien. Ich denke, gerade -weil- der Absatz der deutschen Hersteller extrem am Export hängt, schrillen dort bereits sämtliche Alarmglocken ohrenbetäubend – siehe Forderung Chinas nach soundsoviel Prozent Elektroautos im Angebotsportfolio. Dieses ganze Spiel wird m.E. wirklich nicht hier, nicht in Deutschland entschieden. Sondern z.B. an Orten, die wie China im Smog buchstäblich und sehr drastisch und nachweislich und unübersehbar ersticken. Zunehmendes Carsharing ist dann nochmal eine andere Geschichte, auch das autonome Fahren. (Man kann sich hier auch sehr leicht gemischte Szenarien vorstellen: z.B. Autobahn autonom, weil das Aufkommen sonst gar nicht mehr bewältigt werden kann, aber kleinere Straßen zunächst nicht.) Details und genaue Zahlen hin oder her – ich glaube, die deutschen Hersteller wissen inzwischen recht genau, was auf sie zu kommen kann, und vielleicht sind sie ja noch in der Lage, uns positiv zu überraschen.

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  16. Zu „Dabei werden manche Länder versuchen, den Autopiloten zu verbieten, es wird aber kaum gelingen“ .Ob eine Autopilot auf öffentlichen Straßen zugelassen wird ist Sache der Gestzgebung des jeweiligen Landes und nicht von ein paar Größenwahnsinnnigen im Silicon Valley

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    1. Nein, er ist abhängig von der Zulassung des Autos. Teslas werden in den Niederlanden typifiziert (weil sie für den europäischen Markt dort zusammengebaut werden) und sind damit nach EU-Recht auf deutschen Straßen zugelassen.

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